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Attacke in Dresden: BND wurde 2019 vor mutmaßlichem Angreifer gewarnt

  • Bei einer Messerattacke in Dresden waren Anfang Oktober ein Mann getötet und ein weiterer schwer verletzt worden.
  • Neuen Recherchen zufolge wurde der BND schon 2019 von einem Auslandsgeheimdienst vor dem mutmaßlichen Täter gewarnt.
  • Die Information soll aber nicht an den Verfassungsschutz weitergegeben worden sein.
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Berlin. Deutsche Sicherheitsbehörden hatten schon vor der tödlichen Messerattacke in Dresden Anfang Oktober Warnungen vor dem mutmaßlichen Attentäter erhalten. Eine Bundesbehörde habe einen Hinweis zu dem späteren Attentäter nicht weitergeleitet, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag in Berlin.

Nach Recherchen von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ warnte ein ausländischer Geheimdienst, dass der Mann möglicherweise in die Planung eines Terroranschlags verwickelt sei. Der deutsche Auslandsnachrichtendienst BND habe diese Information aber nicht an den Verfassungsschutz oder die sächsischen Landesbehörden weitergegeben.

Islamist war als Gefährder eingestuft

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Zum Zeitpunkt des Hinweises war der radikale Islamist allerdings ohnehin von der Polizei als Gefährder und in der höchsten Risiko-Kategorie eingestuft gewesen, erfuhr die dpa. Sein Fall wurde mehrfach in gemeinsamen Besprechungen von Vertretern der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern erörtert. Als Gefährder bezeichnen die Sicherheitsbehörden Menschen, denen sie schwerste politisch motivierte Straftaten bis hin zum Terroranschlag zutrauen.

Am 4. Oktober waren in Dresden zwei Männer Opfer einer Messerattacke geworden. Ein 55-Jähriger aus Krefeld starb, ein weiterer Mann (53) aus Köln überlebte schwer verletzt. Unter Tatverdacht steht ein junger Syrer. Die Ermittler vermuten ein islamistisches Motiv. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.

Der BND soll den Warnhinweis den Berichten von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ zufolge bereits im August 2019 erhalten haben. Der deutsche Nachrichtendienst wollte mit dem Hinweisgeber klären, ob es sich möglicherweise um ein Missverständnis handelte - bekam aber keine Antwort. Daraufhin blieb der Hinweis den Berichten zufolge liegen.

RND/dpa

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