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Atomchef: Iran könnte Uran binnen einer Stunde auf 60 Prozent anreichern

  • Noch immer verstößt der Iran gegen den das internationale Atomabkommen.
  • Bisher habe man 25 Kilo von 20-prozentigem Uran hergestellt.
  • Irans Atomchef macht nun klar: Das Land könne den Grad der Anreicherung schnell auf bis zu 60 Prozent erhöhen.
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Teheran. Der Iran könnte nach den Worten seines Atomchefs Ali Akbar Salehi den Grad seiner Urananreicherung relativ rasch bis auf 60 Prozent erhöhen. „Wir haben binnen einer Stunde Uran auf 20 Prozent angereichert und könnten in der gleichen Zeitspanne den Grad bis auf 60 Prozent erhöhen“, sagte Salehi am Freitagabend im Staatsfernsehen. Außerdem habe die iranische Atomorganisation (AEOI) in weniger als einem Monat 25 Kilogramm von 20-prozentigem Uran hergestellt und sei dabei, 1000 schnelle IR-6 Zentrifugen zu produzieren.

Laut Internationalem Atomabkommen darf der Iran das Uran nur bis zu einem Grad von weniger als vier Prozent anreichern. Für eine Atombombe wären 90 Prozent notwendig.

Die USA traten unter Ex-Präsident Donald Trump im Mai 2018 aus dem Atomabkommen aus. Als Reaktion auf US-Sanktionen hielt der Iran sich nicht mehr an alle Auflagen. Berichten zufolge würde es heute nur noch wenige Monate dauern, bis der Iran eine Atombombe bauen könne, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums Ned Price am Mittwoch.

Iran zeigt sich bereit für Verhandlungen - „auf unsere Art“

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Irans Atomchef Salehi warnte, dass der Iran einige Überwachungskameras der UN-Atombehörde IAEA in den iranischen Atomanlagen ganz entfernen würde, falls in den nächsten drei Monaten die US-Sanktionen gegen den Iran nicht aufgehoben werden. Der Iran sei zwar für diplomatische Verhandlungen bereit, aber nicht so, wie die USA und die Europäer sie sich vorstellen, „sondern auf unsere Art“, sagte der Atomchef. Für den Iran sind Verhandlungen nur dann möglich, wenn im Vorfeld die US-Sanktionen aufgehoben werden.

Der Iran hat am letzten Dienstag offiziell mit der Einschränkung der IAEA-Atominspektionen begonnen. Die Führung in Teheran und die Internationale Atomenergiebehörde IAEA, dass binnen drei Monaten eine weiterreichende politische Lösung gefunden wird, um die Einschränkungen wieder aufzuheben.

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Die IAEA-Kontrollen sollen sicherstellen, dass das iranische Atomprogramm nur zivilen Zwecken dient. Die IAEA-Inspektionen zählten zu den Kernpunkten des Wiener Atomabkommens von 2015, das den Iran am Bau einer Nuklearwaffe hindern sollte. Im Gegenzug sollten die Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden.

RND/dpa

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