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CDU: Vorschlag für Impfung von Risikofreudigen mit Astrazeneca „geradezu absurd“

  • Der von der Bundesregierung verfügte Impfstopp für das Vakzin von Astrazeneca ist auch auf Kritik gestoßen.
  • Die Grünen brachten den Vorschlag ins Spiel, Interessierte quasi auf eigenes Risiko weiter zu impfen.
  • Die Unionsgesundheitsexpertin Maag lehnt das strikt ab.
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Berlin. Die CDU-Gesundheitspolitikerin Karin Maag hat Vorschläge unter anderem von den Grünen zurückgewiesen, das Vakzin von Astrazeneca denjenigen anzubieten, die sich trotz eines möglichen Thromboserisikos weiterhin damit impfen lassen wollen.

„Eine Handhabung frei nach dem Motto ‚Jeder, der sich traut, wird auch geimpft‘ wäre für das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheit von Impfstoffen verheerend“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsbundestagsfraktion dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Vorschlag sei „geradezu absurd“, betonte sie.

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Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hatte nach dem von der Bundesregierung am Montag verhängten Impfstopp erklärt: „Eine Alternative wäre es, über das überschaubare Risiko ausführlich aufzuklären und weiterhin jene Menschen zu impfen, die eine Impfung mit Astrazeneca möchten.“

Maag sagte dagegen, da man noch nicht wisse, ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Thrombosen gebe, sei eine angemessene Aufklärung von Impfwilligen gar nicht möglich. „Umgekehrt käme ein womöglich sicherer Impfstoff fälschlicherweise in Verdacht, wenn die Thrombosen eben nicht auf den Impfstoff zurückzuführen sind, sondern auf sonstige Prädispositionen der Geimpften“, fügte die Gesundheitspolitikerin hinzu.

Maag bedauerte die Aussetzung der Impfungen, bat aber um Verständnis. Die vom Paul-Ehrlich-Institut festgestellte auffällige Häufung einer speziellen Form von seltenen Hirnvenenthrombosen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung müsse untersucht werden. „Selbstverständlich ist es der einzig richtige Weg, wenn der Bundesgesundheitsminister dieser fachlichen Empfehlung folgt“, sagte die CDU-Politikerin.

RND

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