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Nach Astrazeneca-Stopp: Patientenschützer fürchten wachsendes Misstrauen bei Impfwilligen

Eugen Brysch, Vorsitzender Deutsche Stiftung Patientenschutz.

Berlin. Patientenschützer haben das Vorgehen der Bundesregierung im Fall Astrazeneca kritisiert und vor schwindendem Vertrauen angesichts der 180-Grad-Kehrtwende bei dem britisch-schwedischen Impfstoff gewarnt. „Vollgas, Kritik ignorieren, beschwichtigen und dann Vollbremsung. Diese simple Impfstrategie der Bundesregierung führt zu Misstrauen bei den Impfwilligen“, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz Eugen Brysch dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Forderung nach mehr Transparenz

Der Bundesgesundheitsminister müsse endlich auf Transparenz setzen und Kritik ernst nehmen, betonte Brysch. Grundsätzlich forderte der Patientenschützer, dass nicht nur die Chancen der Impfstoffe benannt werden sollten, sondern insbesondere die Impfreaktionen und Nebenwirkungen.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag verfügt, dass der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca bis auf Weiteres nicht mehr eingesetzt werden darf. Damit folgte Deutschland anderen europäischen Ländern. Das Vakzin steht im Verdacht, dass es Hirnvenenthrombosen auslösen könnte. Nach der Entscheidung mussten in Deutschland massenweise Impftermine abgesagt werden.

Vertrauenskrise befürchtet

Die Entscheidung, das Impfen mit Astrazeneca vorerst auszusetzen, kritisierte Brysch nicht. Seine Kritik zielt vielmehr darauf, dass Astrazeneca bis Montag als völlig sicher eingestuft und dann abrupt aus dem Markt genommen wurde. „Beim Stopp des Impfens mit Astrazeneca gibt es aus Sicht des Patientenschutzes also kein Richtig oder Falsch. Es ist vielmehr die Schwarz-Weiß-Kommunikation der Politik, die eine Vertrauenskrise schafft.“

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Sich alleine auf den Impferfolg zu konzentrieren, spiele den Kritikern zu sehr in die Hände, erklärte Brysch.

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