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Assanges Anhörung zur Auslieferung in USA auf September verschoben

  • Noch mindestens bis September muss Wikileaks-Gründer Julian Assange im Gefängnis bleiben.
  • Eine Anhörung wegen seiner möglichen Auslieferung in die USA ist verschoben worden.
  • Der aktuelle Wikileaks-Chef Hrafnsson hält das für “völlig inakzeptabel”.
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London. Wikileaks-Gründer Julian Assange wird voraussichtlich mindestens bis September weiter im Gefängnis bleiben. Eine Anhörung des US-Antrags auf Assanges Auslieferung von Großbritannien in die Vereinigten Staaten wurde um vier Monate verschoben, wie der Chefredakteur von Wikileaks, Kristinn Hrafnsson, am Montag in den sozialen Netzwerken mitteilte. Es sei “völlig inakzeptabel”, dass Assange für eine weitere so lange Zeitspanne hinter Gittern bleiben müsse.

Bei der Anhörung am Montag sei Assange nicht aus seinem Londoner Gefängnis Belmarsh per Video zugeschaltet worden, weil er sich unwohl gefühlt habe. Seine Anwälte haben sich darum bemüht, ihn gegen Kaution auf freien Fuß zu bekommen und geben dafür Gesundheitsrisiken in der Corona-Pandemie an. Eine weitere Anhörung für organisatorische Fragen ist für den 1. Juni vorgesehen.

USA wollen Assanges Auslieferung

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Wenn die juristische Anhörung im September beginnt, wird Assange ein Jahr in Untersuchungshaft verbracht haben. Im April 2019 hatte er die ecuadorianische Botschaft verlassen müssen, wo er jahrelang festsaß, nachdem Ecuador ihm politisches Asyl gewährt hatte. Er wurde festgenommen und in Großbritannien zu 50 Wochen Haft verurteilt, weil er gegen Kautionsauflagen verstoßen hatte.

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Im Juni des vergangenen Jahres beantragten die USA formal Assanges Auslieferung bei den britischen Behörden. Sie werfen ihm unter anderem vor, sich geheime Dokumente beschafft und sie veröffentlicht zu haben.

RND/AP

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