Assad will IS-Terroristen in Syrien vor Gericht stellen

  • Die kurdisch dominierten SDF-Milizen in Nordsyrien haben mehr als 10.000 IS-Mitglieder gefangen genommen.
  • Der syrische Diktator Bashar al-Assad hat nun erklärt, diesen Terroristen in Syrien den Prozess machen zu wollen.
  • Unter den Gefangenen sind auch rund 2000 Ausländer.
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Damaskus. Syriens Diktator Baschar al-Assad will von syrischen Kurden gefangen genommene Mitglieder der Terrorgruppe Islamischer Staat vor Gerichte seines Landes bringen. Das sagte er in einem Interview des französischen Magazins "Paris Match".

Assad antwortete auf eine Frage, ob es eine Vereinbarung mit den syrischen Kurden gebe, bisher von ihnen gehaltene Gebiete im Nordosten wieder der Kontrolle seiner Regierung zu unterstellen. Er sagte: "Jeder Terrorist in den vom syrischen Staat kontrollierten Gebieten wird dem syrischen Recht unterworfen."

Die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hatten als Verbündete der USA den IS in Nordostsyrien militärisch besiegt. Dabei nahmen sie mehr als 10.000 IS-Mitglieder gefangen, darunter rund 2000 Ausländer.

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Mit ihrem Abzug aus Nordostsyrien machten die USA den Weg für eine von Ankara mehrmals zuvor angekündigte Militärintervention frei, worauf die syrischen Kurden bei Assad und dessen Verbündeten Russland um Hilfe baten. In den vergangenen Wochen sind syrische und russische Truppen in das bisher von Kurden autonom verwaltete Gebiet eingerückt.

RND/AP