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Ein Jahr nach Kriegsende: Armenien und Aserbaidschan werfen sich neue Provokationen vor

Vor etwa einem Jahr endete der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan. Nun werfen sich beide Parteien neue Provokationen vor (Archivbild).

Vor etwa einem Jahr endete der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan. Nun werfen sich beide Parteien neue Provokationen vor (Archivbild).

Baku/Eriwan. Ein Jahr nach dem Krieg um Berg-Karabach im Südkaukasus werfen sich Armenien und Aserbaidschan neue Provokationen im Grenzgebiet vor. Aserbaidschanische Soldaten hätten vier armenische Armeepositionen im Osten des Landes umstellt, teilte Armeniens Sicherheitsrat am Montag in der Hauptstadt Eriwan mit. Nach Verhandlungen hätten sich die Streitkräfte wieder zurückgezogen. Das Außenministerium Aserbaidschans bestritt einen Grenzübertritt.

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Das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Baku wiederum warf Armenien einen Beschuss von Stellungen in der Region Wardenis vor. Es veröffentlichte dazu Fotos, die angeblich von Gewehrkugeln getroffene Fahrzeuge zeigten. Die Angaben beider Seiten ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Es gab keine Berichte über Verletzte.

Mehrwöchiger Krieg um Berg-Karabach

Der Krieg um die seit langem umkämpfte Region Berg-Karabach dauerte vom 27. September bis zum 9. November vergangenen Jahres. Aserbaidschan holte sich dabei weite Teile des Anfang der 1990er Jahre verlorenen Gebietes zurück. Mehr als 6500 Menschen starben. Russland hat für mindestens fünf Jahre fast 2000 Soldaten zur Überwachung des Waffenstillstandsabkommens entsandt.

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Wegen der andauernden Spannung zwischen beiden Ländern gab es einen Wechsel an der Spitze des armenischen Verteidigungsministeriums. Zum neuen Minister ist demnach Suren Papikjan ernannt worden, der bislang Vize-Premierminister war.

RND/dpa

Anmerkung der Redaktion: In einer älteren Version des Textes hieß es, Suren Papikjan sei Vize-Verteidigungsminister in Armenien gewesen. Tatsächlich war er jedoch Vize-Premierminister des Landes. Wir haben dies entsprechend korrigiert.

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