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  • ARD und ZDF bald ein Sender? Unions-Mittelständler drängen auf Reform

Reformpläne: Unions-Mittelständler wollen Fusion von ARD und ZDF

  • Verschmelzen ARD und ZDF bald zu einem großen Sender?
  • Ja – wenn es nach der Mittelstandsvereinigung der Union geht.
  • Sie dringt auf eine Reform, die einer Revolution gleichkäme.
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Berlin. Die Mittelstandsvereinigung der Union (MIT) strebt eine Zusammenlegung von ARD und ZDF zu einer großen Senderanstalt an. „Es soll künftig nur noch eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt geben. Die bisherigen Sender sollen unter diesem Dach fusionieren. Mehrfachstrukturen sollen entfallen“, heißt es in einem Papier, über das die „Welt“ berichtet. Es diene als Vorlage für die Beratungen der MIT-Führung am Freitag.

Demnach hätten sich unter anderem MIT-Chef Carsten Linnemann, Stefan Müller als parlamentarischer Geschäftsführer der CSU und der Wettbewerbsökonom Justus Haucap seit 2019 insgesamt sechsmal getroffen, um über eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu beratschlagen. Beteiligt sollen allerdings auch ehemalige Führungskräfte der Sender selbst sowie Medienpolitiker von CDU und CSU aus Bund und Ländern gewesen sein.

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Dem Bericht der „Welt“ zufolge halten die Beteiligten den Rundfunk generell für zu zersplittert, zu teuer und zu redundant. Mit dem Beitragsgeld der Bürger würden Inhalte produziert, die ebenso von privaten Anbietern hergestellt werden – außerdem folge das Programm nicht mehr seinem eigentlichen Auftrag.

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Von der Reform wären auch die öffentlich-rechtlichen Radiosender betroffen. „Die zahlreichen linearen TV-Vollprogramme sollen auf wenige Kanäle konzentriert werden. Auch die Radiosender müssen auf den Kernauftrag reduziert werden, sodass von den derzeit 74 Radiosendern ein signifikanter Teil entfallen muss“, heißt es in dem Papier. Insbesondere solle auf öffentlich-rechtliche Angebote verzichtet werden, die bereits in ausreichendem Maße von Privaten angeboten würden.

RND/tdi

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