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Arbeitsmarkt-Hilfe für Jugendliche: EU hebt Altersgrenze an

  • In der EU haben junge Menschen spätestens nach vier Monaten Arbeitslosigkeit Anspruch auf ein Angebot auf einen Job, eine Fort- oder eine Ausbildung.
  • In der Corona-Krise soll die Altersbegrenzung von 24 Jahren auf 29 Jahren gehoben werden.
  • Die Maßnahme soll verhindern, dass es Corona-Jahrgänge ohne Zukunft gibt.
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Brüssel. In der Corona-Krise wollen die EU-Staaten die Hilfen für Jugendliche am Arbeitsmarkt ausweiten: Die Altersgrenze bei der sogenannten EU-Jugendgarantie soll von 24 auf 29 Jahre angehoben werden, um mehr jungen Leuten eine Chance auf Förderung zu geben. Dies teilte Bundesminister Hubertus Heil nach einer Online-Konferenz der EU-Arbeits- und Sozialminister mit.

Die Krise dürfe keinen Corona-Jahrgang ohne Zukunft hervorbringen, warnte der SPD-Politiker. Die Jugendgarantie habe nach der Wirtschafts- und Finanzkrise bereits Erfolge gezeigt und die Jugendarbeitslosigkeit bis 2019 gedrückt. Jetzt solle sie helfen, eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu sichern.

Arbeitsangebot nach vier Monaten

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Die Garantie sieht vor, dass junge Leute in Europa spätestens nach vier Monaten Arbeitslosigkeit ein "hochwertiges Angebot" bekommen - sei es ein Job, eine Lehrstelle oder eine Fortbildung. Ziel sei, Jugendliche wenn nötig zu qualifizieren und dann so schnell wie möglich in Beschäftigung zu bringen, sagte EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit. Dies solle ein Anwachsen der Jugendarbeitslosigkeit bremsen.

Aufgerüttelt durch die Corona-Risiken etwa für Leiharbeiter in Fleischfabriken vereinbarten die Minister nach Heils Worten auch, enger beim Schutz der Rechte von Wander- und Saisonarbeitern zusammenzuarbeiten. Es sei an der Zeit, mit den schlechten Arbeitsbedingungen grundlegend aufzuräumen, sagte Heil. Geltende Regeln müssten grenzüberschreitend durchgesetzt werden. "Es darf keine Arbeitnehmer zweiter Klasse geben in Europa."

Konkret sollen die Arbeitnehmer Zugang zu Informationen über ihre Rechte in ihrer Muttersprache bekommen. Die EU-Staaten wollen sich unter dem Dach der EU-Arbeitsbehörde ELA enger koordinieren.

Einstimmig hätten sich die Minister auch auf einen europäischen Rahmen für eine Mindestsicherungssysteme geeinigt, fügte Heil hinzu. Niemand dürfe ins Bodenlose fallen, vielmehr müsse der Sozialstaat überall ein angemessenes Mindestniveau garantieren und für Wege aus der Armut sorgen.

RND/dpa

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