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Anwalt: Stephan E. nannte ermordeten Lübcke “Volksschädling”

Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof zu einem Hubschrauber gebracht.

Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof zu einem Hubschrauber gebracht.

Kassel/Hamburg. Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke soll den CDU-Politiker als “Volksschädling” bezeichnet haben. Diesen Begriff habe der Hauptverdächtige Stephan E. gegenüber seinem damaligen Rechtsanwalt Dirk Waldschmidt verwendet, berichtet “Der Spiegel” in seiner Samstag erscheinenden Ausgabe.

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Demnach habe E. früh gestanden, dass Lübcke für ihn ein “Volksschädling” gewesen sei, der den Tod verdient habe. Waldschmidt hatte ihn zu Beginn des Ermittlungsverfahrens vertreten.

E. wollte Lübcke wegen Aussagen zur Asylpolitik töten

“Er hat es mir gesagt, nachdem er gegen meinen Rat ein Geständnis bei der Polizei abgelegt hat”, erklärte Waldschmidt der Deutschen Presse-Agentur. Dabei habe Stephan E. in einem Gespräch eingeräumt, dass er bereits zu einem früherem Zeitpunkt Lübcke wegen seiner Äußerungen zur Asylpolitik habe töten wollen. In diesem Zusammenhang habe E. den Politiker als “Volksschädling” bezeichnet.

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Hauptverdächtiger im Mordfall Lübcke beschuldigt Bekannten

Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke ist im Juli 2019 erschossen worden. Der Hauptverdächtige gestand, hat nun aber seine Aussage widerrufen.

Walter Lübcke war im Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses im Landkreis Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. Der Generalbundesanwalt hat Ende April Anklage gegen Stephan E. und einen mutmaßlichen Unterstützer erhoben.

Erstes Geständnis zurückgezogen

Laut Ermittlern war eine von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit getragene völkisch-nationalistische Grundhaltung ausschlaggebend für die Tat. E. selber hat ein erstes Geständnis zurückgezogen und im Januar die Schussabgabe als Versehen dargestellt.

RND/dpa

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