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  • Antisemitismus in Deutschland: häufig unter dem Deckmantel vermeintlicher Israelkritik

Zusammenstehen gegen jeden Antisemitismus

  • Während Israel unter Beschuss ist, grassiert auch in Deutschland der Antisemitismus.
  • Häufig tarnt er sich unter dem Mäntelchen vermeintlicher Israel-Kritik.
  • Es ist an allen in unserer Gesellschaft, sich mit Jüdinnen und Juden zu solidarisieren, wenn sie angegriffen und diffamiert werden, kommentiert RND-Reporter Felix Huesmann.
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Ein Antisemit will heute fast niemand mehr sein. Doch die letzten Tage zeigen wieder einmal, wie weitverbreitet der Judenhass auch in Deutschland noch ist. Nicht in seiner offensten und „ehrlichen“ Form. Sondern getarnt unter dem Mäntelchen der vermeintlichen Israel-Kritik.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Natürlich darf jeder das Handeln der israelischen Regierung kritisieren. Anlässe dazu bietet sie zur Genüge. Und es ist nicht zuletzt die israelische Zivilgesellschaft selbst, die das am lautesten tut.

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Israel: Tel Aviv unter Raketenbeschuss
2:05 min
Die schwersten Gefechte zwischen Israel und den Palästinensern seit 2019 hatten am Montag begonnen.  © Reuters
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Doch was sich beim Blick in die sozialen Medien offenbart, hat mit einer fairen Kritik oft nichts zu tun. Da wird Israel zum alleinigen Schuldigen für Chaos und Gewalt im Nahen Osten erklärt – während die islamistische Hamas im Dauerfeuer Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung schießt. Eine Terrororganisation wohlgemerkt, deren erklärtes Ziel es ist, das jüdische Leben in Israel gänzlich auszulöschen.

Und nicht nur der jüdische Staat wird attackiert, sondern auch Jüdinnen und Juden in Deutschland. Es muss klar sein: Wer Israel-Fahnen vor Synagogen verbrennt, wie am Dienstag in Bonn und Münster geschehen, der ist kein aufgebrachter Israel-Kritiker, sondern ein hasserfüllter Antisemit. Diese Gefahr darf nicht kleingeredet, dieser Antisemitismus darf nicht bagatellisiert werden.

Solidarität gegen Antisemitismus ist eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft

Es ist an allen in unserer Gesellschaft, sich mit Jüdinnen und Juden zu solidarisieren, wenn sie diffamiert und angegriffen werden. Dem grassierenden Antisemitismus muss entschieden entgegengetreten werden.

Dabei ist gleich, ob er von rechts außen kommt, von linken Israel-Feinden, von Islamisten, oder – denn auch dort ist die verklausulierte Judenfeindschaft durchaus weitverbreitet – aus der viel beschworenen Mitte der Gesellschaft. Denn sonst ist „Nie wieder“ nicht mehr als eine hohle Phrase.

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