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Anti-Corona-Maßnahmen in Italien: Ausschreitungen bei Protesten

  • Wegen der steigenden Corona-Zahlen hatte die Regierung in Italien neue Maßnahmen erlassen - etwa dass Restaurants und Bars um 18 Uhr schließen müssen.
  • Dagegen sind in mehreren Städten die Menschen auf die Straße gegangen.
  • Die Proteste schlugen teils in Gewalt um.
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Mailand. Proteste gegen die strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien sind teilweise in Gewalt umgeschlagen. In Turin, Mailand und anderen Städten gingen am Montag Menschen auf die Straße, um gegen die frühe Schließung von Restaurants und Cafés sowie Kinos, Fitnessstudios und anderer Einrichtungen zu demonstrieren. Dabei wurden teils Schaufensterscheiben zerstört und Rauchbomben gezündet.

Auf der Piazza del Castello in Turin wurden auch Flaschen auf die Polizei geworfen, wie der Fernsehsender RAI TV berichtete. Ein Fotograf wurde demnach von einer Flasche verletzt. Die Polizei setzte Tränengas gegen Protestierende ein. Auf dem gleichen Platz hatten sich zuvor etwa 300 Taxis aufgereiht, deren Fahrer auf ihre wirtschaftlichen Einbußen durch den weitgehenden Wegfall des Tourismus und der Arbeitnehmer in den Innenstädten aufmerksam machen wollten.

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Polizei in Mailand setzt Tränengas ein

Laut der Nachrichtenagentur LaPresse waren die als Ultras bekannten gewaltbereiten Fußballfans in Turin für den Ausbruch der Gewalt verantwortlich. Fünf seien festgenommen worden. In Mailand setzte die Polizei ebenfalls Tränengas gegen Demonstrierende ein. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AP sah, wie mindestens zwei Menschen festgenommen wurden.

Die italienische Regierung hatte am Sonntag festgelegt, dass Bars, Cafés und Restaurants in den nächsten 30 Tagen um 18 Uhr schließen müssen. Hintergrund ist ein erneuter Anstieg der Coronavirus-Zahlen.

Am Samstag hatte Italien insgesamt mehr als eine halbe Million Infektionen seit Beginn der Pandemie registriert. Da die meisten Italiener nicht vor 19.30 Uhr oder später zu Abend essen, ist die Anordnung für Restaurantbesitzer katastrophal. Essen zum Mitnehmen und Lieferungen kann es jedoch auch danach geben.

RND/AP

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