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Frankreich nimmt in emotionaler Zeremonie Abschied von den Opfern von Nizza

Die Republikanische Garde trägt die Porträts der Opfer Nadine Devillers, Vincent Loques und der Brasilianerin Simone Barreto Silva (v.l.) im Rahmen einer Gedenkzeremonie nach dem tödlichen Messerangriff in Nizza.

Die Republikanische Garde trägt die Porträts der Opfer Nadine Devillers, Vincent Loques und der Brasilianerin Simone Barreto Silva (v.l.) im Rahmen einer Gedenkzeremonie nach dem tödlichen Messerangriff in Nizza.

Nizza. Frankreich hat mit einer bewegenden Zeremonie der drei Toten des Anschlags von Nizza gedacht. „Der Terrorismus greift an, wer wir sind, was unsere Identität ausmacht, unsere Freiheit, unsere Kultur und schließlich unser Leben“, sagte Premier Jean Castex am Samstag auf dem Schlosshügel von Nizza.

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Der Feind habe einen Namen, es sei der radikale Islamismus, eine politische Ideologie, welche die muslimische Religion entstelle. „Ein Feind, den die Regierung unerbittlich bekämpft, indem sie sich mit den notwendigen Mitteln ausstattet und täglich alle ihre Kräfte mobilisiert“, so Castex weiter.

Ein 21-jähriger Tunesier hat den Ermittlern zufolge vor gut einer Woche in einer Kirche in Nizza drei Menschen brutal mit dem Messer attackiert und getötet. Ihre Fotos wurden während der Gedenkzeremonie aufgestellt, dabei wurde jeweils ein von der Familie ausgewähltes Lied gespielt oder Gedicht vorgelesen.

Messerattacke in Nizza: erneute Enthauptung in Frankreich

Bei dem Messerangriff vor einer Kirche in Nizza wurden am Donnerstag zudem zwei weitere Menschen getötet.

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Bei den Toten handelt es sich um den Küster der Kirche und zwei Frauen. „Drei Menschen wurden ermordet, weil sie friedlich ihre Religion ausübten“, sagte Castex. Keine religiöse Feier sei ein Vergehen in einer säkularen Republik. Am Ende der Zeremonie sang ein Chor „What a wonderful word“ von Louis Armstrong.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der 21 Jahre alte Angreifer die Menschen aus islamistischen Motiven getötet hat. Er wurde von Sicherheitskräften mehrfach angeschossen und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Am Freitagnachmittag wurde er von Nizza aus in eine Klinik nach Paris verlegt. Berichten zufolge ist sein Zustand sehr ernst, und er konnte noch nicht verhört werden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte nach dem Anschlag in Nizza verschärfte Grenzkontrollen an. Es war die dritte islamistische Attacke innerhalb weniger Wochen in Frankreich.

RND/dpa

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