Anschlag in Halle: Attentäter produzierte mit 3-D-Drucker Waffen

  • Der Attentäter von Halle hat beim Angriff auf eine Synagoge und einen Dönerimbiss zwei Menschen erschossen.
  • Dabei hat er auch Waffen mit sich geführt, die aus dem 3-D-Drucker kamen.
  • Das berichtet das ZDF-Magazin „Frontal 21“.
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Halle. Der Attentäter von Halle führte nach einem Medienbericht bei seiner Tat auch Waffen bei sich, die teilweise mit 3-D-Druckern hergestellt worden waren. Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtete am Donnerstag, Stephan B. habe die aus Kunststoff bestehenden Teile hergestellt. Zudem habe er 3-D-Anleitungen unter anderem für Magazine und andere Waffenteile ins Internet gestellt.

Hunderte Menschen haben sich auf dem Hallenser Marktplatz neben Blumen und Kerzen versammelt, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen und um die beiden Opfer zu trauern. Bei Angriffen am Mittwoch sind zwei Menschen erschossen worden.  @ Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

In einem vor der Tat verfassten Dokument beschreibt der Attentäter anhand von Fotos detailliert seine Bewaffnung. Er führt aus, dass diese selbst gebauten Waffen nicht zuverlässig seien. Zudem behauptet er in dem Schreiben, selbst Anleitungen zum Waffenbau veröffentlicht zu haben. In seinem live im Internet übertragenen Video des Anschlags kommentiert er mehrfach den Einsatz seiner in Eigenbau hergestellten Waffen. Die Polizei in Halle kann nach eigenen Angaben nicht bestätigen, dass der Täter Waffenteile aus dem 3-D-Drucker verwendete.

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Am Tag nach dem Anschlag in Halle: Die Situation im Wohngebiet des Täters
2:43 min
Am Tag nach dem Attentat in Halle (Saale), bei dem zwei Menschen erschossen wurden, herrscht besonders um den Wohnort des Täters herum ein tief sitzender Schock.  © RND

In dem Tatvideo ist zu sehen, wie bei dem Anschlag in mindestens zwei Fällen Ladehemmungen Menschen das Leben retten. Der Täter hatte am Mittwoch zwei Menschen erschossen und mehrere verletzt. Er wurde anschließend festgenommen.

RND/dpa