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Baerbock zeigt Selbstkritik: „Kurz in alte Schützengräben gerutscht“

  • Seit der vergangenen Woche werden Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock Plagiate in ihrem jüngsten Buch vorgeworfen.
  • „Rückblickend wäre es sicherlich besser gewesen, wenn ich doch mit einem Quellenverzeichnis gearbeitet hätte“, sagte sie nun dazu.
  • Auch ihre Art der Kommunikation werde in einem harten Wahlkampf auf die Probe gestellt.
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Berlin. In der Auseinandersetzung über ihr Buch hat die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, einen Fehler eingeräumt.

„Rückblickend wäre es sicherlich besser gewesen, wenn ich doch mit einem Quellenverzeichnis gearbeitet hätte“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“. Ihr werden ungekennzeichnete Übernahmen aus anderen Veröffentlichungen vorgeworfen.

Sie habe bewusst auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen, gerade wenn es um Fakten gehe, erklärte sie. „Aber ich nehme die Kritik ernst.“

Baerbock will trotz der Auseinandersetzung nach eigenen Worten nicht in alte Freund-Feind-Reflexe zurückfallen - auch wenn ihr das mitunter schwer fällt. „Mehr als drei Jahre lang haben wir in der Partei, haben (der Co-Vorsitzende) Robert Habeck und ich, intensiv daran gearbeitet, über eine andere Ansprache und Haltung Gräben zu überwinden“, sagte sie.

Diese Art der Kommunikation werde in einem harten Wahlkampf auf die Probe gestellt, gerade wegen persönlicher Anfeindungen. „Auch ich bin da kurz in alte Schützengräben gerutscht“, gab sie zu. „Dabei geht es mir um das Gegenteil: die großen Zukunftsfragen offen und breit zu diskutieren, hart und klar in der Sache, aber fair im Ton und offen für Argumente.“ So wolle sie Wahlkampf machen.

RND/dpa

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