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Angriffe aus dem Weltall können nun einen Nato-Bündnisfall auslösen

  • Der jüngste Nato-Beschluss erinnert an Science-Fiction-Filme: Angriffe aus dem Weltraum können ab sofort einen Nato-Bündnisfall auslösen.
  • Das Verteidigungsbündnis hat das All am Dienstag zu einem eigenständigen Operationsgebiet erklärt.
  • Waffen will die Nato im Weltraum aber nicht stationieren.
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Brüssel. Die Nato wappnet sich für Kriege im Weltraum. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben die 29 Bündnisstaaten am Dienstag beschlossen, das All zu einem eigenständigen Operationsgebiet zu erklären. Die Entscheidung soll an diesem Mittwoch bei einem Außenministertreffen offiziell bekannt gegeben werden.

Konkret könnte der Beschluss der Nato bedeuten, dass mögliche Angriffe aus dem Weltraum künftig als Bündnisfall behandelt werden - also so wie bislang Angriffe am Boden oder im Luft-, See- oder Cyberraum. Das Bündnis soll zudem zu einem Schlüsselforum für den Austausch von Fähigkeiten und Informationen werden - ohne dabei allerdings selbst den Einsatz von Weltraumwaffen zu unterstützen oder diese sogar zu entwickeln.

Nato will keine Waffen im All stationieren

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"Die Nato hat nicht die Absicht, Waffen im Weltraum zu stationieren, aber wir müssen sicherstellen, dass unsere Missionen und Operationen die passende Unterstützung haben", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag kurz vor dem Beschluss in Brüssel. Das All sei zum Beispiel für Frühwarnsysteme, die Kommunikation und Navigation von entscheidender Bedeutung. Derzeit umkreisten rund 2000 Satelliten die Erde, rund die Hälfte davon werde von Nato-Staaten betrieben.

RND/dpa

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