Angreifer von Halle: War Stephan B. schuldunfähig?

  • Nach dem Attentat von Halle (Saale) will die Generalbundesanwaltschaft prüfen, ob bei Stephan B. eine psychische Erkrankung vorliegt.
  • Das soll ein psychologischen Gutachten herausfinden.
  • Das Ergebnis könnte Einfluss auf das Strafmaß für den mutmaßlichen Attentäter haben.
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Berlin. War Stephan B. möglicherweise schuldunfähig? Der Generalbundesanwalt will ein psychologisches Gutachten über den mutmaßlichen Attentäter von Halle erstellen. Das geht aus Recherchen von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ hervor. Wie die Tagesschau berichtet, will die Bundesanwaltschaft dadurch ermitteln, ob Stephan B. psychisch erkrankt ist. Das könnte Auswirkungen auf das mögliche Strafmaß des 27-Jährigen haben.

Zudem befragten die Ermittler nach „Tagesschau“-Informationen am Montag erstmals die Mutter des mutmaßlichen Attentäters. Sie wohnten bis zu B.s Festnahme zusammen. Die Behörden erhoffen sich durch die Vernehmung detailliertere Informationen über eine zunehmende Radikalisierung des 27-Jährigen.

Der Generalbundesanwalt wirft Stephan B. Mord in zwei Fällen sowie versuchten Mord in mehreren Fällen vor. Er steht unter Verdacht, Anfang Oktober in Halle zwei Menschen erschossen zu haben, nachdem er erfolglos versucht haben soll, die Tür einer Synagoge aufzubrechen, um dort Juden umzubringen. Der 27-Jährige sitzt seit rund zwei Wochen in U-Haft.

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