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„Rasch und entschlossen handeln“: Merkel wirbt für weltweite CO₂-Bepreisung

Kanzlerina Angela Merkel.

Kanzlerina Angela Merkel.

Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Staaten der Welt zum schnellen und solidarischen Handeln gegen den Klimawandel aufgerufen und dabei für das Instrument der CO₂-Bepreisung geworben.

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SPD-Minister Schulze und Scholz: Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden

Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts vergangener Woche haben Umweltministerin Schulze und Vizekanzler Scholz Eckpunkte für ein neues Klimagesetz präsentiert.

„Im Interesse der nachfolgenden Generationen überall auf der Welt kommt es darauf an, dass wir rasch und entschlossen handeln, um die dramatischen Folgen der Erderwärmung zu begrenzen“, sagte Merkel am Donnerstag beim 12. Petersberger Klimadialog, der wegen der Corona-Pandemie online organisiert worden war.

Die Kanzlerin warb darum, weltweit dem deutschen Weg einer CO₂-Bepreisung zu folgen. Dies sei ein besonders geeignetes Lenkungsinstrument.

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Dies zeige der bisherige europäische Emissionshandel im Bereich der Energie, der auf weitere Sektoren wie Wärme und Verkehr ausgeweitet werden könne, wie dies in Deutschland gemacht worden sei, sagte Merkel. Möglichst schnell sollten dabei die Marktmechanismen wirken.

Die Kanzlerin nannte es sehr wünschenswert, Schritt für Schritt weltweit eine solche marktgerechte und effiziente CO₂-Bepreisung einzuführen. Allerdings seien die nationalen Voraussetzungen für wirksamen Klimaschutz sehr unterschiedlich, sagte Merkel, die appellierte: „Wir brauchen internationale Solidarität“ – zur Emissionsminderung wie auch in Fragen der Klimaanpassung.

Johnson ruft zu ehrgeizigeren Klimaschutzmaßnahmen auf

Der britische Premier Boris Johnson hat die Industrienationen dazu aufgerufen, trotz der Corona-Pandemie ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass wir den Klimaschutz zurückstellen und der Klimaschutz ein weiteres Opfer der Pandemie sein wird“, sagte Johnson. Es sei das Jahrzehnt, in dem man sich dem Klimawandel gemeinsam entgegenstellen müsse oder ansonsten gemeinsam untergehe, so der Premier. „Wir müssen entscheiden, welches Schicksal wir wählen.“

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Johnson ist in diesem Jahr Gastgeber der UN-Weltklimakonferenz, die im November im schottischen Glasgow stattfinden soll. Es sei jedoch entscheidend, dass alle Staaten schon vorher konkrete Maßnahmen und Ziele vorbereiteten, um die Konferenz zu einem möglichst erfolgreichen Ergebnis zu bringen, sagte Johnson. Dabei seien insbesondere die Industriestaaten in der Verantwortung.

RND/dpa

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