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Merkel: Laschet kann Brücken bauen und Menschen mitnehmen

  • Beim letzten gemeinsamen Auftritt von Angela Merkel und Armin Laschet (CDU) vor der Bundestagswahl hat die Bundeskanzlerin Werbung für den Kanzlerkandidaten der Union gemacht.
  • Sie sagte, dass Laschets Handeln davon geprägt sei, Brücken zu bauen und die Menschen mitzunehmen.
  • „Es ist nicht egal, wer Deutschland regiert“, so der eindringliche Appell der Kanzlerin.
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Aachen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem letzten Auftritt vor der Bundestagswahl noch einmal eindringlich für Unionskanzlerkandidat Armin Laschet geworben. „Es geht morgen darum, dass Deutschland stabil bleibt“, sagte Merkel am Samstag bei einer Kundgebung mit Laschet in dessen Heimatstadt Aachen. „Es ist nicht egal, wer Deutschland regiert.“

Laschet habe als Ministerpräsident nicht nur Nordrhein-Westfalen erfolgreich geführt. Er habe auch viel für die Einigung Europas getan. Sein Handeln sei geprägt davon, „Brücken zu bauen“ und die Menschen mitzunehmen. Laschet habe in seinem ganzen politischen Leben gezeigt, dass er für Zusammenhalt und die CDU stehe, nicht nur theoretisch, „sondern mit Leidenschaft und Herz“.

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Pfiffe und Buhrufe: Merkel wirbt in ihrem Wahlkreis für Laschet
1:35 min
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rührt in ihrem Wahlkreis die Werbetrommel für Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet.  © AFP
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Auftritt in Stralsund wenig erfolgreich

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Ein paar Tage zuvor hatten Merkel und Laschet einen gemeinsamen Auftritt in Stralsund, der in doppelter Hinsicht ins Wasser fiel. Es regnete in Strömen und obendrein ernteten die CDU-Politiker Pfiffe von den Zuschauerinnen und Zuschauern.

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Laschet warnt vor Rot-Rot-Grün

In Aachen warnte Unionskanzlerkandidat Armin Laschet erneut vor einer Beteiligung der Linken an einer Regierung im Bund gewarnt. „Wir brauchen eine stabile Regierung“, sagte Laschet bei der Kundgebung. Er wolle nicht, dass die Linke an der nächsten Bundesregierung beteiligt werde. Er prophezeie, „wenn es morgen eine Mehrheit gäbe für Rot-Rot-Grün, werden sie es machen“.

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Die letzten Stunden vor der Wahl müssten genutzt werden. „Wenn Ihr Stabilität in Deutschland wollt, muss morgen die CDU/CSU auf Platz eins liegen“, sagte Laschet direkt an die Zuhörer gewandt. In seiner Heimatstadt demonstrierte er Siegeszuversicht, dass die CDU bei der Bundestagswahl stärkste politische Kraft wird. Mehrere Hundert Anhänger verfolgten in der Fußgängerzone von Aachen-Burtscheid, wo Laschet wohnt, die Wahlkampfveranstaltung. Sie feierten Laschet immer wieder mit „Armin, Armin“-Rufen.

Außerdem forderte Laschet mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien gefordert. Dafür müssten auch Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. „Wir sind in Deutschland da zu langsam“, sagte er. „Wenn wir das 1,5-Grad-Ziel erreichen wollen, brauchen wir mehr Tempo, schnellere Plan- und Genehmigungsverfahren.“

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Das müsse jede nächste deutsche Bundesregierung leisten. „Das werde ich mir persönlich als Bundeskanzler vornehmen, hier mehr Tempo zu machen“, versprach er. Das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 sei ambitioniert, sagte der CDU-Chef unter Zwischenrufen von Gegnern.

Laschet warf der SPD vor, in Nordrhein-Westfalen 50 Jahre die „Kohle-Partei schlechthin“ gewesen zu sein und jetzt so zu tun, als stehe sie „an der Spitze der Umweltbewegung“. Er warnte auch vor „ideologischen Experimenten“ in der Wirtschaftspolitik im Falle eines Wahlsiegs der SPD. Damit werde „alles verspielt, was wir in den letzten 16 Jahren aufgebaut haben“.

Seine etwa 25-minütige Rede beendete Laschet mit den Worten: „Ich will Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden und bitte um Eure Unterstützung.“

RND/dpa/sas

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