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Angeklagter im Lübcke-Prozess sieht sich als nicht verhandlungsfähig

  • An diesem Donnerstag soll im Prozess um den Mord am früheren Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke der psychiatrische Gutachter des mutmaßlichen Täters aussagen.
  • Doch der Angeklagte sieht sich wegen Kopfschmerzen als nicht verhandlungsfähig.
  • Sich medizinisch untersuchen zu lassen lehnt er allerdings ab - die Verhandlung wurde unterbrochen.
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Frankfurt/Main. Im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sollte am Donnerstag ein psychiatrischer Sachverständiger aussagen. Er hat das psychiatrische Gutachten über den mutmaßlichen Mörder Lübckes erstellt.

Zu Beginn des Prozesstages war jedoch zunächst ungewiss, ob die Verhandlung am Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt stattfinden könnte: Der Angeklagte Stephan Ernst klagte nach Angaben seines Anwalts über Kopfschmerzen und bezeichnete sich als nicht verhandlungsfähig.

Ernst lehnt medizinische Untersuchung ab

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Die vom Gericht vorgeschlagene medizinische Untersuchung durch den Gutachter, der auch Arzt ist, lehnte er allerdings ab. Der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel wiederum wies den Vorschlag zurück, einen Notarzt zu rufen. Die Verhandlung wurde für eine Beratung zwischen Ernst und seinem Verteidiger kurz unterbrochen.

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Im Prozess beim Staatsschutzsenat des OLG muss sich der 47 Jahre alte Deutsche Stephan Ernst wegen Mordes verantworten. Er soll Lübcke im Juni 2019 auf der Terrasse von dessen Wohnhaus erschossen haben.

Außerdem ist Ernsts früherer Arbeitskollege Markus H. wegen Beihilfe angeklagt. Er soll Ernst politisch beeinflusst haben. Die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremistischen Motiv für die Tat aus. Das Gericht hatte im Oktober den Haftbefehl gegen H. aufgehoben.

RND/dpa

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