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New Yorks Gouverneur Cuomo wehrt sich mit Bildern von Merkel gegen Belästigungsvorwürfe

  • New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo soll mehrere Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben.
  • Er wehrt sich gegen die Vorwürfe und zeigt Bilder anderer Politiker und Politikerinnen.
  • Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist dabei.
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New York. Gegen New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo stehen schwere Belästigungsvorwürfe im Raum. Er soll mehrere Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben. Cuomo will die Vorwürfe aber nicht auf sich sitzen lassen und verweist auf Kussfotos anderer Politiker und Politikerinnen, darunter auch Angela Merkel.

Auf insgesamt 168 Seiten werden dem Gouverneur unter anderem Küsse auf den Mund, Griffe an den Po und Brust sowie ungewollte Umarmungen vorgeworfen. Insgesamt werfen Cuomo im Untersuchungsbericht elf Frauen unangemessenes Verhalten vor, neun davon seien im Staatsdienst oder seien dort beschäftigt gewesen.

Die Staatsanwaltschaft habe mit 179 Zeuginnen und Zeugen gesprochen und dabei 7400 Beweise gesichtet. Das Ergebnis: „Ein sehr verstörendes, aber klares Bild”, sagt Generalstaatsanwältin Letitia James, die für den Bericht verantwortlich ist.

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Er habe selbst immer wieder darauf verwiesen, auf das Ergebnis dieses Berichts zu warten. Nun wehrt er sich mit einem eigenen 85-seitigen Bericht, geschrieben von seinen Anwälten. In dem Papier sind auch Kussfotos von Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgeführt.

Er mache das mit allen, verteidigt sich der Gouverneur. Er umarme und küsse ständig Menschen. Aus diesem Grund führen seine Anwälte Bilder von anderen Politikern und Politikerinnen an, die sich gegenseitig küssen. Auf zwei Fotos sind Ex-US-Präsident Barack Obama beziehungsweise George W. Bush mit Bundeskanzlerin Angela Merkel abgebildet, die sich mit Küssen auf die Wange begrüßen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt den damaligen US-Präsidenten Barack Obama bei seinem Besuch 2016 in Hannover. © Quelle: Martin Meissner/AP/dpa

Cuomo musste für seinen Bericht Kritik einstecken. Betroffene und Medien fordern seinen Rücktritt. Auch US-Präsident Joe Biden fordert seinen Parteikollegen dazu auf, sein Amt niederzulegen.

RND/lr

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