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Altkanzler Schröder zum Wahlkampf: Klimaschutz darf nicht über Wirtschaft gestellt werden

  • Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die Haltung der Parteien zum Klimaschutz kritisiert.
  • Die Grünen würden so mit einer übersteigerten Klimaschutzpolitik Millionen Jobs gefährden, sagte Schröder.
  • Die Parteien sollten neben dem Klimaschutz vor allem die Wirtschaft in den Vordergrund rücken.
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Berlin. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die Parteien mit Blick auf die Bundestagswahl für ihre Haltung beim Klimaschutz kritisiert und mehr Aufmerksamkeit für die Wirtschaft gefordert. „Wer wie die Grünen mit einer übersteigerten Klimaschutzpolitik die Deindustrialisierung Deutschlands vorantreibt und damit Millionen Jobs gefährdet, wird sicherlich ein bestimmtes, eher wohlhabendes, großstädtisches und akademisiertes Wählerklientel erreichen.“

Das schrieb der 77-Jährige in einem am Donnerstag veröffentlichten Meinungsbeitrag beim Nachrichtenportal „t-online.de“.

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Der Altkanzler kritisierte, dies dürfe nicht der Anspruch von SPD und Union sein, „die nur dann Wahlsiege einfahren konnten, wenn sie sich um die Mitte der Gesellschaft gekümmert haben“.

Diejenigen, „die jeden Morgen aufstehen und in den Fabriken, Verwaltungen und Geschäften arbeiten gehen, ihre Steuern zahlen und die von der Gesellschaft definierten Regeln einhalten“, hätten „einen Anspruch darauf, dass ihre Interessen zählen“, schrieb Schröder.

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Schröder: Klimaschutz darf nicht über Wirtschaft gestellt werden

Die Parteien müssten deshalb „neben dem Klimaschutz vor allem die Wirtschaft und die Zukunftsfragen, die für eine moderne und erfolgreiche Industriegesellschaft entscheidend“ seien, in den Vordergrund rücken. Alle Parteien vermittelten den Eindruck, „dass Klimaschutz das absolut wichtigste Thema sei, dem sich alles andere unterzuordnen habe“, schrieb Schröder.

Der Klimaschutz sei zwar relevant, dürfe aber nicht über die Wirtschaft gestellt werden.

RND/dpa

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