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Altkanzler Schröder lobt Merkel und Co.: Regierung macht in Krise “sehr guten Job”

  • Gerhard Schröder ist zufrieden mit seiner Nachfolgerin.
  • Angela Merkel und ihre Regierung leisteten gerade sehr gute Arbeit.
  • Weniger zufrieden ist der Altkanzler offenbar mit der SPD.
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Berlin. Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat das Vorgehen der Bundesregierung in der Corona-Krise gelobt und die SPD-Spitze aufgefordert, sich klarer als bisher hinter die Arbeit der Regierung und der sozialdemokratischen Minister zu stellen. “Was die Bundesregierung in Absprache mit den Ländern gegenwärtig tut, ist richtig. Insbesondere der Finanzminister handelt richtig. Er hat deutlich gemacht: In diesen Zeiten geht es nicht um die schwarze Null, sondern um die Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen und sozialen Lebens”, sagte Schröder der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung”. “Die ganze Regierung, auch Gesundheits- und Wirtschaftsminister und auch Frau Merkel, macht derzeit einen sehr guten Job”, betonte Schröder.

Er fügte hinzu, ohne den Vorstoß von SPD-Chefin Saskia Esken für einmalige Vermögensabgaben zur Corona-Finanzierung zu nennen: "Meine freundliche Anregung an die Parteiführung der SPD wäre da übrigens, sich jetzt genauso deutlich hinter die Arbeit der Minister zu stellen - und vielleicht eine kleine Weile darauf zu verzichten, eigene Vorstellungen, die nicht weit von der Linkspartei entfernt sind, zu entwickeln. Man kann auch Falsches erst recht zur falschen Zeit sagen."

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Schröder, der von 1998 bis 2005 Kanzler einer rot-grünen Bundesregierung war, zeigte sich überzeugt, dass es zusätzlich zu den bisher beschlossenen Hilfsmaßnahmen weitere geben wird. "Wenn die Dinge wieder einigermaßen normal laufen, wird es übrigens ein weiteres Konjunkturprogramm geben müssen, um die möglicherweise zögerliche private Nachfrage durch staatliche auszugleichen", sagte der SPD-Politiker. "Zu tun bleibt ja genug - denken Sie nur an die Infrastruktur. Ich bin sicher: Das wird so kommen."

RND/dpa

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