• Startseite
  • Politik
  • Altbundespräsident im Podcast: Kann man Freiheit lernen, Joachim Gauck?

Altbundespräsident im Podcast: Kann man Freiheit lernen, Joachim Gauck?

  • Joachim Gauck ist 81 Jahre alt – und zum ersten Mal in einem Podcast zu Gast.
  • Mit RND-Korrespondent Tobias Peter spricht Gauck über seine eigene Schulzeit in der DDR und über die Rolle der Schülervertreter in der Demokratie.
  • Im Podcast „Die Schulstunde“ geht es alle zwei Wochen um die Themen Bildung und Schule.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Joachim Gauck dürfte einer der wenigen Menschen sein, der von der eigenen Mutter mal eine Ohrfeige bekommen hat, weil er mit einem besonders guten Zeugnis nach Hause gekommen ist.

„Ich bekam eine Urkunde für gutes Wissen“, so erinnert sich Gauck. „Und auf dieser Urkunde war oben drauf das Zeichen der Jungen Pioniere.“ Gaucks Vater war 1951 aus der DDR in den Gulag nach Sibirien verschleppt worden, ein Vorfall, der über viele Jahre das Familienleben erschütterte. Die Mutter dachte bei der Urkunde fälschlicher Weise, Gauck sei gegen ihren Willen in die kommunistische Massenorganisation für Kinder beigetreten. Da habe sie ihm „erst mal eine gescheuert“, erzählt er im Podcast „Die Schulstunde“ des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).

Die Kindheit des Bundespräsidenten

Anzeige

Gauck, der in den Jahren 2012 bis 2017 Bundespräsident im wiedervereinigten Deutschland war, ist in den Podcast gekommen, um über seine Schulzeit in der DDR zu sprechen – aber auch darüber, wie die Schule Freiheit und Demokratie in einer Gesellschaft stärken kann. Der 81-Jährige ist erstmals in seinem Leben in einem Podcast zu Gast. Die Fragestellung für das Gespräch lautet: „Kann man Freiheit lernen, Herr Gauck?“

Hören Sie die Folge schon jetzt direkt hier, kostenlos und ohne Registrierung, einfach per Klick.

„Was wir brauchen, sind diese Leute, die sich nicht zufrieden geben mit dem, wie es ist. Und die sagen: Ich, ich bin Teil des Spiels“, sagt Gauck im Podcast.

Anzeige

Deutschland drohe keine neue kommunistische oder nationalsozialistische Diktatur. „Die größere Gefahr besteht eigentlich darin, dass ohne jede Ideologie eine Gesellschaft erschlafft“, warnt der Altbundespräsident. Wenn nicht mehr genug Menschen mitmachten, „dann sehnt man sich einen Typ herbei, der wie Putin oder Erdogan oder schlimmer die Dinge für uns regelt“. Eine solche Gesellschaft wolle er sich nicht vorstellen.

Anzeige

Der Altbundespräsident spricht auch darüber, wie er das Verhalten von Jugendlichen in der Corona-Krise beurteilt, warum er beim Fußballspielen als Kind im Tor gestanden hat – und wie das erste Verliebtsein ihn vom DDR-Alltag abgelenkt hat.

Im Podcast „Die Schulstunde geht es alle zwei Wochen um die Themen Bildung und Schule – das letzte Wort hat in jeder Folge eine Schülerin oder ein Schüler. Hören Sie rein!

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen