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#allesdichtmachen: „Babylon Berlin“-Schauspieler will Mitglied in „Querdenker“-Partei werden

  • „Babylon Berlin“-Schauspieler Volker Bruch hat einen Mitgliedsantrag bei einer „Querdenker“-Partei gestellt.
  • David Claudio Siber von „die Basis“ hat das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland bestätigt.
  • Die Initiatoren der umstrittenen Aktion #allesdichtmachen, zu denen Volker Bruch gehört, hatten sich zuvor mehrfach von der „Querdenker“-Szene distanziert.
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Berlin. Volker Bruch, Schauspieler in der Serie „Babylon Berlin“, möchte Mitglied in der „Querdenker“-Partei „die Basis“ werden. Einen entsprechenden Mitgliedsantrag hat David Claudio Siber von „die Basis“, eine der neuen Kleinparteien aus der Szene, gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) bestätigt. Zuvor hatte Netzpolitik.org davon berichtet. Der Schauspieler selbst will sich nicht zu dem Thema äußern und sich auf die laufenden „Babylon Berlin“-Dreharbeiten konzentrieren, wie seine Agentur Players dem RND mitteilt.

Bruch zählt zu den Initiatoren der extrem umstrittenen Internetaktion #allesdichtmachen. Etwa 50 Schauspieler hatten ironisch-sarkastische Videos ins Netz gestellt, in denen sie die Politik und die Corona-Maßnahmen scharf kritisieren.

Daraufhin hagelte es Kritik von vielen Seiten – aus der „Querdenker“-Szene gab es dagegen Zuspruch. Etliche Beteiligte ruderten daraufhin zurück und distanzierten sich von der Bewegung.

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Nun möchte mit Volker Bruch einer der Initiatoren Mitglied einer „Querdenker“-Partei werden. In dem Bericht von Netzpolitik.org heißt es zudem, Bruch habe bereits eine vorläufige Mitgliedsnummer erhalten, die auf „967″ ende. Das Eintrittsdatum sei auf den 13. März 2021 datiert – mehrere Wochen vor der Aktion #allesdichtmachen.

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Aktion #allesdichtmachen: Erste Teilnehmende ziehen zurück
1:59 min
Nach massiver Kritik an der Internetaktion haben sich nun erste teilnehmende Schauspieler von der Kampagne distanziert.  © Reuters

Bestätigt sei die Mitgliedschaft jedoch noch nicht. Zunächst müsse noch die Identität des Schauspielers überprüft werden, jedoch sei das in dem Fall vermutlich eher eine Formalie.

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Die Aktion „#allesdichtmachen“ hatte für heftige Kritik aus etlichen Bereichen gesorgt. Insgesamt rund 50 prominente Film- und Fernsehschauspieler hatten sich beteiligt und ironisch-sarkastische Clips auf Instagram und Youtube hochgeladen. Darunter waren Schauspiel-Größen wie Ulrich Tukur, Volker Bruch, Meret Becker, Richie Müller, Heike Makatsch, Jan Josef Liefers und viele weitere.

Abgesehen von der Begeisterung aus der Querdenker-Szene gab es vor allem Kritik für die Aktion. Moderator Tobias Schlegl twitterte beispielsweise: „Die Schauspieler von #allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben.“ Schlegl ist nicht nur Moderator, sondern auch Notfallsanitäter.

Schauspieler Markus Mittermeier zeigte sich erleichtert, dass ihn niemand gefragt hatte, ob er sich beteiligen möchte. Auch der Pianist Igor Levit meldete sich über Twitter zu Wort und schrieb, eine solche Aktion führe zu nichts, außer dass sie spaltet.

Es folgte scharfe Kritik von etlichen anderen Seiten, darunter von Schauspieler Elyas M‘Barek und Entertainer Christian Ulmen. Auch Jan Böhmermann stieg in die Diskussion mit ein und setzte seinen eigenen Hashtag #allenichtganzdicht.

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Euphorisch auf die Aktion reagierte dagegen der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen und nannte die Aktion auf Twitter „großartig“. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Joana Cotar twitterte: „Das ist intelligenter Protest.“

RND/lr

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