Seit Januar 2021 in Haft

Inhaftierter Oppositionspolitiker Nawalny scheitert mit Berufung gegen neunjährige Haft

Der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny während einer gerichtlichen Anhörung Anfang des Jahres.

Der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny während einer gerichtlichen Anhörung Anfang des Jahres.

Moskau. Ein russisches Gericht hat am Dienstag die zweite Berufung des inhaftierten Oppositionspolitikers Alexej Nawalny gegen eine neunjährige Haftstrafe abgewiesen. Der 46-Jährige war im März zu neun Jahren Gefängnis wegen Veruntreuung von Spenden verurteilt worden, die er und seine Stiftung über mehrere Jahre gesammelt hatten, zudem wegen Beleidigung eines Richters in einem vorigen Prozess.

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Nawalny hat alle Vorwürfe zurückgewiesen und als politisch motiviert bezeichnet. Seine erste Berufung wurde im Mai abgewiesen.

Erneut vor Gericht: Nawalny droht Verdopplung seiner Haftstrafe

Laut dem zu einer elfeinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilten Kreml-Kritiker Alexej Nawalny haben russische Behörden neue Klagen gegen ihn erhoben.

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Nawalny wurde im Januar 2021 bei seiner Rückkehr aus Deutschland verhaftet, wo er nach einem Anschlag mit Nervengift behandelt worden war, für den er den Kreml verantwortlich machte. Das weisen russische Behörden zurück.

Er wurde zunächst zu zweieinhalb Jahren Haft wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen aus einem früheren Prozess verurteilt. Auch das wurde im Westen als politisch motiviertes Vorgehen gegen den bekanntesten Gegner Präsident Wladimir Putins gesehen.

Nawalnys Verhaftung löste in Russland die größten Proteste seit Jahren aus. Der Kreml reagierte mit der Zerschlagung seiner Organisation und Verfolgung seiner Partner und Unterstützer. Seitdem wurden mehrere Strafverfahren gegen Nawalny eingeleitet. Seine Partner und Freunde sehen dahinter die Absicht des Kremls, Nawalny unbegrenzt einzusperren.

RND/AP

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