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  • Alexej Nawalny: Russische Ärzte beteuern, dass kein Druck ausgeübt wurde

Nawalnys Ärzte in Omsk: Auf uns wurde kein Druck ausgeübt

  • Die russischen Ärzte in Omsk, die Kremlkritiker Alexej Nawalny behandelt haben, beteuern, den Patienten ohne Einfluss von außen "versorgt" und gerettet zu haben.
  • Nawalny-Verbündete aber glauben, die Ärzte hätten mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden auf Zeit gespielt.
  • So sollte das mutmaßliche Gift in Nawalnys Körper bei späterer Behandlung nicht mehr nachweisbar sein.
1:05 min
Bundesaußenminister Heiko Maas will vor einer Bewertung des mutmaßlichen Giftanschlags auf Alexej Nawalny weitere Fakten abwarten. Der erkrankte russische Oppositionspolitiker wird derzeit in der Berliner Charité behandelt.  © Reuters
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Omsk. Nach dem Transport des Kremlkritikers Alexej Nawalny nach Berlin haben die Ärzte in Sibirien Vorwürfe seines Teams zurückgewiesen, sie hätten unter Kontrolle der Behörden gestanden. “Wir haben den Patienten versorgt, und wir haben ihn gerettet. Es gab keinen Einfluss von außen auf die Behandlung des Patienten”, sagte der Chefarzt der Klinik in Omsk, Alexander Murachowski, am Montag. Nawalny ist einer der schärfsten Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin. Er liegt seit Donnerstag im Koma.

Nawalnys engster Kreis geht davon aus, dass der 44-Jährige vergiftet wurde. Die russischen Ärzte sprachen dagegen von Stoffwechselproblemen. Seit dem Wochenende wird er in der Berliner Charité behandelt.

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Kremlkritiker Nawalny in Berliner Charité eingeliefert
2:07 min
Am Ende war die Erleichterung groß: Der schwerkranke russische Oppositionelle Alexej Nawalny ist am Samstag in die Berliner Charité eingeliefert worden.  © Reuters
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“Im Büro des Chefarztes saßen Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden”

Die Ärzte in Omsk hatten aus ihrer Sicht "nichts zu sagen", sagte Nawalnys Vertraute Ljubow Sobol dem "Spiegel". "Im Büro des Chefarztes saßen Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden". Sie hätten mit unterschiedlichen Methoden "lange auf Zeit gespielt, bis das Gift wohl nicht mehr in Nawalnys Körper nachweisbar war. Dann erst konnte er ausgeflogen werden nach Berlin." Chefarzt Murachowski sagte, dass die Männer in seinem Büro keinen Druck ausgeübt hätten. "Ich kann nicht sagen, wer das war. Ich kann nicht sagen, dass sie irgendetwas gemacht haben."

In den russischen Staatsmedien wurden unterschiedliche Versionen verbreitet, warum Nawalny seit Tagen im Koma liegt - von Alkoholkonsum, einer Diät bis Unterzuckerung. Das sei eine vom Kreml koordinierte "typische Desinformation", sagte die Juristin Sobol. "Das war ein Mordanschlag auf Nawalny, der einzig einem nützt - dem Kreml." Nawalny habe bis zu dem Vorfall nie gesundheitliche Probleme gehabt und sei sehr fit gewesen. "Er war nie richtig krank, höchstens mal erkältet. Wir haben mal gescherzt, dass er wie ein Roboter sei."

RND/dpa

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