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  • Alexej Nawalny: Nun soll er auch das Gefühl in seinen Händen verlieren

Anwälte: Nawalny verliert nun auch das Gefühl in seinen Händen

  • Der inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny ist nach Angaben seiner Anwältin nun in noch schlechterer Verfassung.
  • Er verliere inzwischen auch das Gefühl in seinen Händen.
  • Zuvor hatte der Oppositionelle bereits über Lähmungserscheinungen in einem Bein sowie Rückenschmerzen, Fieber und Husten geklagt.
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Moskau. Der Gesundheitszustand des in einem Straflager inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny hat sich nach Angaben seiner Anwältin weiter verschlechtert. Er verliere nun auch das Gefühl in seinen Händen, sagte Olga Michailowa am Mittwoch dem unabhängigen Internetfernsehsender Doschd. Zuvor hatte der Oppositionelle bereits über starke Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen in einem Bein sowie Husten geklagt. Bei einer MRT-Untersuchung seien zudem zwei Hernien diagnostiziert worden - also ein sogenannter Bauchwandbruch.

„Er ist natürlich erschöpft, weil er seinen Hungerstreik fortsetzt und nur Wasser trinkt“, sagte Michailowa. Sein Fieber ist demnach aber gesunken – von 39 Grad am Montag auf nun 37,2 Grad. Nawalnys anderer Anwalt Wadim Kobsew schrieb auf Twitter: „Alexej geht allein, hat Schmerzen beim Gehen.“ Er verliere jeden Tag ein Kilogramm Körpergewicht. „Was die Verwaltung des Straflagers derzeit macht, ist lediglich, ihn vom Hungerstreik abzubringen.“

Ärzte bekommen keinen Zugang zu Nawalny

Der 44-Jährige ist seinen Anwälten zufolge noch immer in einer medizinischen Abteilung des Lagers. Nawalny hatte am Montag auf Instagram berichtet, dass drei seiner Mitgefangenen wegen Tuberkulose in ein Krankenhaus gebracht worden seien.

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Russische Ärzte hatten am Dienstag beim Straflager in Pokrow rund 100 Kilometer östlich von Moskau vergeblich Zugang zu Nawalny gefordert. Die Mediziner der unabhängigen Allianz der Ärzte forderten nun erneut ein Ende der Folter und die Freilassung Nawalnys, der im Sommer nur kanpp einen Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok überlebte. Er war im Februar in einem viel kritisierten Prozess zu einer mehrjährigen Straflager-Haft verurteilt worden.

RND/dpa

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