Nawalny-Mitarbeiterinnen vor Demos festgenommen

  • In Russland sind zwei enge Vertraute des Kremlkritikers Alexej Nawalny festgenommen worden.
  • Die Verhaftungen fanden kurz vor neuen geplanten Protesten gegen die Inhaftierung des russischen Oppositionellen statt.
  • Bei den beiden Frauen handelt es sich um Nawalnys Pressesprecherin und eine Juristin.
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Moskau. Zwei enge Mitarbeiterinnen des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny sind vor neuen geplanten Protesten gegen die Inhaftierung des Kremlgegners festgenommen worden. Seine Pressesprecherin Kira Jarmysch wurde laut ihrer Anwältin am Mittwochvormittag von Beamten in ihrem Hauseingang in Moskau aufgegriffen, als sie gerade einkaufen gehen wollte. Die Juristin Ljubow Sobol, ebenfalls eine Vertraute Nawalnys, wurde ihrem Anwalt zufolge von Polizisten aus einem Taxi gezerrt und weggebracht.

Bereits am Dienstag waren Nawalny-Mitarbeiter in mehreren Städten festgenommen worden.

Nawalnys Team hat für diesen Mittwoch in mehr als 160 russischen Städten spontan Proteste angekündigt, weil sich der Gesundheitszustand des 44-Jährigen im Straflager massiv verschlechtert haben soll. Der Oppositionelle, der im vergangenen Sommer nur knapp einen Giftanschlag überlebte, klagt bereits seit längerem über starke Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen in Arm und Bein. Aus Protest gegen mangelnde medizinische Versorgung ist er vor rund drei Wochen in einen Hungerstreik getreten.

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Behörden riegeln Innenstädte ab

In mehreren russischen Städten riegelten Behörden vor den geplanten Protesten die Stadtzentren ab. In der Großstadt Jekaterinburg östlich des Uralgebirges etwa kündigte die Stadtverwaltung mit Verweis auf eine nächtliche Militärübung kurzfristig die vorübergehende Sperrung mehrerer Straßenzüge an. Auch in der Hauptstadt Moskau wurden zahlreiche Metallgitter unweit des Roten Platzes aufgestellt.

In der Nähe wollten nicht nur am Abend Nawalny-Unterstützer demonstrieren, sondern bereits am Mittag auch Präsident Wladimir Putin seine jährliche Rede an die Nation halten.

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Die Stadt Moskau hatte vor einer Teilnahme an den nicht genehmigten Demonstrationen gewarnt und angekündigt, „alle notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen, um die öffentliche Ordnung zu gewährleisten.

RND/dpa

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