Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

„Er isst regelmäßig“: Nawalny nimmt nach Hungerstreik wieder zu

Kommt nach seinem dreiwöchigen Hungerstreik den Behörden zufolge wieder zu Kräften: Kremlgegner Alexej Nawalny.

Kommt nach seinem dreiwöchigen Hungerstreik den Behörden zufolge wieder zu Kräften: Kremlgegner Alexej Nawalny.

Moskau. Der im Straflager inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny kommt nach seinem dreiwöchigen Hungerstreik den Behörden zufolge wieder zu Kräften. Der Oppositionelle wiege bereits 82 Kilogramm, sagte der Chef des Strafvollzugs, Alexander Kalaschnikow, am Donnerstag der Staatsagentur Tass zufolge. „Er isst regelmäßig und hat die Möglichkeit, mit seiner Familie zu kommunizieren.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der 44-Jährige hatte vor gut einem Monat den Hungerstreik auf Anraten seiner Ärzte beendet. Zwischenzeitlich wog Nawalny nur noch 72 Kilo bei einer Größe von 1,90 Meter.

„Für sein Ausfliegen muss gekämpft werden“: Nawalny-Vertrauter fordert Politik zum Handeln auf

Die Sorgen um Kremlkritiker Alexej Nawalny wachsen. Im Video-Interview zweifelt der Nawalny-Vertraute Sergey Lagodinsky an der Besserung durch dessen Verlegung.

Mit der Weigerung, Nahrung zu sich zu nehmen, wollte der Gegner von Kremlchef Wladimir Putin eine Behandlung wegen seines Rückenleidens und Lähmungserscheinungen in den Gliedmaßen erwirken. Er forderte weiter, dass er von unabhängigen Spezialisten wegen der gesundheitlichen Probleme behandelt werde. Kalaschnikow zufolge geht es Nawalny wieder besser. „Sein Gesundheitszustand hat sich mehr oder weniger normal wiederhergestellt.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Haben nicht vor, ihn in irgendeiner Weise zu demütigen“

Das bestätigte auch der Direktor von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung FBK, Iwan Schdanow, dem Radiosender Echo Moskwy. „Seine Genesung schreitet voran.“ Seine Anwälte versuchten, „fast jeden Tag“ Nawalny in dem Straflager östlich von Moskau zu besuchen. Das sei aber nur wochentags möglich.

Nawalny will nun gerichtlich bessere Bedingungen in dem Gefängnis erkämpfen. Wegen der mutmaßlichen Fluchtgefahr gelten die Haftbedingungen als besonders streng. Deshalb steht er ständig unter Beobachtung. Der Chef des Strafvollzugs sagte, es gebe aktuell keine Verstöße bei Nawalny. „Wir haben nicht vor, ihn in irgendeiner Weise zu demütigen oder ihm sein Leben zu erschweren.“

Der Putin-Gegner war nach seiner Rückkehr aus Deutschland, wo er sich von einem Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok erholt hatte, im Januar festgenommen worden. Weil er Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren nicht erfüllt haben soll, wurde er zu einer mehrjährigen Haft im Straflager verurteilt. Der Politiker kritisierte die Strafverfahren gegen ihn immer wieder als politisch motiviert – mit dem Ziel, die Opposition in Russland mundtot zu machen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Top Themen

Krieg in der Ukraine
 

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken