Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Fünf Experten weiterhin vor Ort

AKW Saporischschja: IAEA-Inspek­toren nehmen erste Bewertung vor – dauerhafte Mission?

Auf diesem von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) veröffentlichten Foto spricht Rafael Mariano Grossi (2. v. l), Generaldirektor, Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), mit nicht identifizierten Behörden.

Auf diesem von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) veröffentlichten Foto spricht Rafael Mariano Grossi (2. v. l), Generaldirektor, Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), mit nicht identifizierten Behörden.

Enerhodar. In dem von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine hat ein Team von internationalen Experten seine Arbeit aufgenommen. „Wir haben uns heute eine ganze Menge angesehen und mit der ersten Bewertung begonnen“, sagte der Chef der Internationalen Atombehörde IAEA, Rafael Grossi, der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Donnerstag vor Journalisten. „Für mich beginnt die Arbeit jetzt.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Laut Grossi will die IAEA will eine dauerhafte Mission in dem Atomkraftwerk etablieren. Das sagte er in einem auf Twitter veröffentlichten Video-Statement. „Ich habe gerade einen ersten Rundgang durch die Schlüsselbereiche absolviert“, sagte Grossi in dem Video. Es gebe noch viel zu tun. Neun Experten einschließlich Grossi verließen am Nachmittag das Gelände und führen zurück in ukrainisches Gebiet, fünf blieben für weitere Untersuchungen vor Ort in dem Kraftwerk.

Russland hatte sich offen gezeigt für eine dauerhafte Mission der IAEA am Kraftwerk. Kiew besteht hingegen auf dem vollständigen Abzug der russischen Truppen und einer Demilitarisierung der Kraftwerksumgebung. Die IAEA-Mission solle dafür den ersten Schritt darstellen. Am Mittwoch hatte Grossi gesagt, die Inspektion solle zunächst mehrere Tage dauern.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch die Experten wollen in dem AKW nun weiterarbeiten. Der Vertreter der russischen Besatzer, Wladimir Rogow, sagte im russischen Staatsfernsehen, dass die Inspekteure mindestens bis Samstag bleiben sollten.

ARCHIV - 01.05.2022, Ukraine, Enerhodar: Auf diesem während einer vom russischen Verteidigungsministerium organisierten Reise aufgenommenen Foto, bewacht ein russischer Soldat einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja in einem Gebiet unter russischer Militärkontrolle im Südosten der Ukraine. Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sollen in dieser Woche das russisch besetzte Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine inspizieren. Foto: -/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gefährliche Kämpfe am AKW Saporischschja

Das Atomkraftwerk im ukrainischen Saporischschja ist bereits seit Anfang März von russischen Truppen besetzt. Täglich gibt es Angriffe in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks, die für Angst vor einer Atomkatastrophe sorgen. Was Sie über das Kernkraftwerk wissen müssen.

Das Atomkraftwerk ist mit sechs Reaktoren und einer Kapazität von 5700 Megawatt die leistungsstärkste Nuklearanlage in Europa. Das Gelände und die dazugehörige Stadt Enerhodar wurden bereits kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs von den Besatzungstruppen erobert. Seither werden sie von einer moskauhörigen Militärverwaltung kontrolliert. Das Kraftwerk selbst wird jedoch weiterhin von ukrainischem Fachpersonal betrieben.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Top Themen

Krieg in der Ukraine
 

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken