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Umfrage zur Kanzlerfrage: Scholz überholt Laschet

  • Der Kanzler oder die Kanzlerin wird in Deutschland nicht direkt gewählt.
  • Dennoch widmen sich Umfragen immer wieder der Frage nach den Wählerpräferenzen bei einer möglichen Direktwahl.
  • Und in einer neuen Umfrage überholt nun Olaf Scholz Armin Laschet.
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Berlin. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat Unions-Kandidat Armin Laschet (CDU) nach einer aktuellen Umfrage in der Wählergunst überholt. Wenn der oder die Kanzlerin in Deutschland direkt wählbar wäre, würden sich 20 Prozent der Teilnehmer einer zwischen dem 23. und dem 26. Juli durchgeführten Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für den aktuellen Finanzminister Scholz entscheiden.

15 Prozent würden NRW-Ministerpräsident Laschet wählen, 13 Prozent Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock.

Damit haben sich die Positionen von Laschet und Scholz verkehrt. Einen Monat zuvor hatte der Unionskandidat bei 21 Prozent gelegen, sein Konkurrent von der SPD bei 16 Prozent. Baerbock sackte um 2 Prozentpunkte ab. Eine mögliche Erklärung ist das Agieren Laschets nach den verheerenden Überschwemmungen Mitte Juli auch in Nordrhein-Westfalen, wo er Kritik für einen missglückten Auftritt auf sich zog.

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Der Kanzler oder die Kanzlerin wird in Deutschland nicht direkt gewählt. Stattdessen stehen bei der Bundestagswahl am 26. September Parteien auf dem Stimmzettel, von denen einige nach der Wahl über die Bildung einer Koalition verhandeln. Die Regierungsparteien halten normalerweise eine Mehrheit der Sitze im Bundestag. In der Regel stellt die stärkste Partei auch den Regierungschef.

Bei der Antwort auf die Frage „Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welche Partei würden Sie wählen?“ erzielten CDU/CSU 28 Prozent (minus zwei Punkte im Vergleich zum Vormonat), SPD (plus 1) und Grüne (minus 3) lagen gleichauf bei 16 Prozent. AfD und FDP konnten sich um jeweils einen Punkt auf 12 Prozent verbessern. Die Linke käme auf acht Prozent (plus 1).

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. YouGov nennt eine statistische Fehlertoleranz von 2,1 Prozentpunkten (bei einem Anteilswert von 30 Prozent) und von 1,0 Punkten (bei einem Anteilswert von 5 Prozent).

Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

RND/dpa

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