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AKK-Nachfolge und Kanzlerkandidat: Erste Gespräche kommende Woche

  • In der CDU stellt sich nach der Rückzugsankündigung von Annegret Kramp-Karrenbauer die Frage, wie es weitergeht - und vor allem wann Personalentscheidungen getroffen werden.
  • Nach Medienberichten will AKK bereits in der kommenden Woche Gespräche mit Interessenten führen.
  • Einen genauen Termin soll es aber noch nicht geben.
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Berlin. Die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will kommende Woche Gespräche mit Interessenten für ihre Nachfolge und die Kanzlerkandidatur führen. Ein entsprechender Bericht der "Rheinischen Post" wurde der Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch aus CDU-Kreisen bestätigt.

Einen genauen Termin gebe es noch nicht. Als mögliche Bewerber gelten neben Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Letzterer erklärte seine Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung. "Ich habe immer gesagt - das habe ich, denke ich, auch dokumentiert in den letzten eineinhalb, zwei Jahren -, dass ich bereit bin, Verantwortung zu übernehmen", sagte Spahn am Mittwoch in Berlin.

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Spahn mahnte zugleich zur Gelassenheit: "In welcher Konstellation das aber geschieht, darüber reden wir jetzt eben in den nächsten Tagen. Wir müssen es doch alle einmal schaffen, sowohl wir wie Sie, dass das mal alles ein paar Tage dauern darf, damit man einfach in Ruhe die Dinge besprechen kann."

Treffen mit Söder am Rande der Sicherheitskonferenz?

Spahn sagte zugleich, er wolle derzeit seine Arbeit als Gesundheitsminister erledigen. Die allermeisten Bürger interessierten sich zudem weniger für Personaldebatten, sondern dafür, ob die Politik für ihren Alltag etwas bringe.

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Als wahrscheinlich galt es den dpa-Informationen zufolge, dass sich Kramp-Karrenbauer am Wochenende am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz mit CSU-Chef Markus Söder trifft. Einen bestimmten Termin gebe es aber noch nicht.

Für die Wahl des Parteivorsitzenden und zur Bestimmung des Kanzlerkandidaten wird demnach ein zeitnaher Sonderparteitag ins Auge gefasst. Für die Einberufung eines Parteitags ist ein Beschluss des CDU-Bundesvorstands nötig. Zu seiner nächsten regulären Sitzung kommt das Gremium am 24. Februar zusammen, dem Rosenmontag.

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Beim regulären Bundesparteitag im Dezember soll es bleiben

Ein solcher Sonderparteitag könnte nach den Regeln der CDU frühestens acht Wochen nach dem Beschluss stattfinden - das wäre in der zweiten Aprilhälfte. Es wird in der Partei damit gerechnet, dass ein Sonderparteitag im Mai oder Juni stattfinden könnte. Derzeit sucht die Partei bereits nach Hallen, die für einen solchen Parteitag zur Verfügung stehen könnten. Beim regulären Bundesparteitag im Dezember in Stuttgart soll es trotzdem bleiben - dort will die Partei ihr neues Grundsatzprogramm beschließen.

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CDU-Vorsitz: Spahn "bereit, Verantwortung zu übernehmen"
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Im Rennen um CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur äußert sich Gesundheitsminister Jens Spahn zu seinen Ambitionen  © AFP

Merz bekundete seine Bereitschaft, sich auch einer nicht bindenden Befragung aller rund 400.000 CDU-Mitglieder zu stellen. Bei einer Veranstaltung am Dienstag in Magdeburg hatte er gesagt, von einem verbindlichen Mitgliederentscheid halte er "überhaupt nichts".

Der "Bild"-Zeitung sagte sein Sprecher anderentags: "Friedrich Merz ist nicht grundsätzlich gegen eine Beteiligung der Parteimitglieder durch eine Mitgliederbefragung. Die endgültige Entscheidung muss aber auf einem Bundesparteitag der CDU getroffen werden."

RND/dpa

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