AKK kontert Trump – und kündigt Kampf um Atomabkommen an

  • Donald Trump will Deutschland zu einer Abkehr vom Atomabkommen mit dem Iran bewegen.
  • Annegret Kramp-Karrenbauer möchte hingegen daran festhalten.
  • Sie spreche dabei auch für Frankreich und Großbritannien.
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Berlin. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Forderung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, Deutschland und andere Staaten sollten nicht länger am Atomabkommen mit dem Iran festhalten. Deutschland habe insbesondere gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien immer gesagt, dass die Existenz dieses Abkommens „ein Wert an sich“ sei, sagte die CDU-Vorsitzende am Mittwoch im „heute Journal“ des ZDF. „Deswegen kämpfen wir um diesen Wert, auch um diesen Vertrag.“

Das von den USA im Mai 2018 aufgekündigte Abkommen befinde sich zwar „in einer schwierigen Situation“, sagte Kramp-Karrenbauer. Das liege auch am Agieren des Irans. „Aber trotzdem sollten wir, wenn es noch Möglichkeiten gibt, diese Bemühungen auch fortsetzen.“ Das sei die einhellige Meinung von Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

AKK „erleichtert“ über Trumps Rede

Trump hatte in einer Rede am Mittwoch gesagt, für Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Russland und China sei die Zeit gekommen, die Wirklichkeit anzuerkennen. Sie sollten nicht länger am Atomabkommen mit dem Iran festhalten. „Wir müssen alle gemeinsam darauf hinarbeiten, ein Abkommen abzuschließen, das die Welt zu einem sichereren und friedlicheren Ort macht.“

Die Verteidigungsministerin zeigte sich insgesamt „erleichtert“ über Trumps Rede. „Denn die Rede des US-Präsidenten ist ein Schritt in eine Deeskalation. Es ist jetzt an Teheran, am Iran, diese Deeskalation auch anzunehmen, nicht weiter zu eskalieren.“

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