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Vereinte Nationen bereiten sich auf Hunderttausende Flüchtlinge aus Afghanistan vor

  • Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan bereiten sich die Vereinten Nationen auf eine Massenflucht vor.
  • Die UN rechnen im schlimmsten Fall mit mehr als 515.000 fliehenden Afghaninnen und Afghanen.
  • Die stellvertretende UN-Flüchtlingskommissarin Kelly Clements stellte einen Nothilfeplan vor.
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Genf. Die Vereinten Nationen bereiten sich auf eine Massenflucht von Menschen aus Afghanistan vor. Im schlimmsten Fall könnten mehr als 515.000 Afghaninnen und Afghanen aus dem Krisenland fliehen, warnte die stellvertretende UN-Flüchtlingskommissarin Kelly Clements am Freitag in Genf.

Sie betonte, dass UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR humanitäre Güter in den Nachbarländern von Afghanistan bereitstelle. Falls eine Massenflucht einsetze, könne das UNHCR schnell reagieren. Das UNHCR und seine humanitären Partner wie das Kinderhilfswerk Unicef bräuchten für ihre Operationen in der Region 299 Millionen US-Dollar (254 Millionen Euro) bis Ende 2021.

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Clements stellte einen Nothilfeplan für Flüchtlinge aus Afghanistan vor und appellierte an die Nachbarstaaten, die Grenzen offenzuhalten. Sie schränkte ein, dass es seit der Machtübernahme der radikalislamistischen Taliban vor knapp zwei Wochen noch nicht zu großen Fluchtbewegungen über Land aus Afghanistan gekommen sei. Seit Beginn des Jahres seien mehr als 558.000 Menschen innerhalb des Landes am Hindukusch vor Terror und Gewalt und geflüchtet.

In den Nachbarländern leben den Angaben nach mehr als 2,2 Millionen registrierte Flüchtlinge aus Afghanistan, die in den vergangenen Jahren ihrem Land den Rücken gekehrt hatten. Die meisten davon hielten sich in Pakistan und Iran auf.

Zudem lebten in der Region weitere drei Millionen Afghanen außerhalb ihres Heimatlandes, sie hätten beispielsweise keine gültigen Ausweispapiere. Nach der Einnahme der Hauptstadt Kabul durch die Taliban vor knapp zwei Wochen evakuierten mehrere Staaten wie die USA und Deutschland Zehntausende Menschen mit Flugzeugen aus Afghanistan. Die Menschen fürchten Terror und Gewalt durch die Taliban.

RND/epd

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