US-Regierung will internationale Hilfen nach Afghanistan erleichtern

  • Die afghanische Wirtschaft steht vor diversen Herausforderungen: Dürre, die Corona-Pandemie und die Abhängigkeit von ausländischer Hilfe.
  • Zumindest humanitäre Hilfen sollen nun einfacher nach Afghanistan gelangen.
  • Dazu verteilte die US-Regierung Sonderlizenzen an mehrere Organisationen.
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Washington. Trotz Sanktionen gegen die Taliban-Regierung soll die afghanische Bevölkerung nach dem Willen der US-Regierung weiter humanitäre Hilfen bekommen. Dazu würden weitere Sonderlizenzen für Nichtregierungsorganisationen, internationalen Organisationen und der US-Regierung ausgestellt, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Die afghanische Wirtschaft stehe vor großen Herausforderungen, die durch die lange Abhängigkeit des Landes von ausländischer Hilfe, Dürre oder Corona noch verschärft würden.

Die US-Regierung hat die afghanischen Taliban und das mit ihnen verbundene Hakkani-Netzwerk als Terrororganisationen eingestuft und mit Sanktionen belegt. Die Herausforderung besteht nun darin, Hilfe zu leisten, ohne die Taliban finanziell zu unterstützen.

Über das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgegründete Programm Covax, das überwiegend ärmere Länder versorgt, wollen die USA Afghanistan außerdem eine Million Corona-Impfdosen zur Verfügung stellen - damit erhöht sich die Gesamtzahl der US-Spenden für Afghanistan auf 4,3 Millionen Dosen. Seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban ist die Lage für viele Menschen dem Land mit knapp 40 Millionen Einwohnern katastrophal. Der Großteil der Hilfen für das Land wurde eingestellt und Reserven der Zentralbank des Landes eingefroren. Die bereits zuvor angeschlagene Wirtschaft befindet sich seither im freien Fall.

RND/dpa

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