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Wegen der Krise in Afghanistan: Tausende Soldaten bei Manöver in Tadschikistan

  • Die Nachbarländer Afghanistans wollen illegale Grenzübertritte aus dem Krisenland verhindern.
  • In Tadschikistan hat deshalb am Montag ein großes Militärmanöver begonnen – 4000 Soldaten nehmen daran teil.
  • Die Befürchtungen in der Region nach der Machtübernahme durch die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan sind groß.
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Duschanbe. Angesichts der Spannungen in Afghanistan hat am Montag im Nachbarland Tadschikistan ein Militärmanöver mit 4000 Soldaten begonnen.

Bis zum kommenden Samstag würden Einsätze etwa bei bewaffneten Grenzkonflikten trainiert, teilte das Militärbündnis der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit mit.

Bei der Übung sollten Soldaten zudem trainieren, wie sie illegale Grenzübertritte verhindern könnten. Tadschikistan hat eine 1400 Kilometer lange Grenze mit Afghanistan.

Seit Monaten immer wieder Militärmanöver in der Region

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In der von Russland dominierten Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit haben sich sechs frühere Sowjetrepubliken zusammengeschlossen. In den vergangenen Monaten gab es wiederholt Militärmanöver in der Region. Die Länder in dem Bündnis befürchten nach der Machtübernahme durch die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Zentralasien.

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Die Taliban hatten nach dem Abzug der internationalen Nato-Truppen weite Teile des Landes erobert. Am 15. August zogen sie kampflos in die Hauptstadt Kabul ein und regieren seitdem. Ihre Regierung sieht sich mit zahlreichen Problemen konfrontiert.

Es zeichnet sich eine schwere humanitäre Krise ab, die UN sehen die Wirtschaft kurz vor dem Kollaps und radikale Sunniten des Islamischen Staats verüben Anschläge auf Schiiten. Eine Dürre in dem Land und der anstehende Winter mit steigenden Treibstoffpreisen verschärften die Lage weiter.

RND/dpa

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