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  • Afghanistan: Stoltenberg macht afghanische Führung für Taliban-Machtübernahme verantwortlich

Stoltenberg: Afghanische Führung ist schuld am militärischen Kollaps

  • Nato-Gesandte haben am Dienstag über sicherheitspolitische Auswirkungen des Taliban-Blitzfeldzugs in Afghanistan beraten.
  • Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht die Hauptschuld bei der bisherigen afghanischen Führung.
  • Selbstkritik übt er auch – aber nur eingeschränkt.
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Brüssel. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Afghanistans bisherige Führung für den rasanten Kollaps der Streitkräfte und die daraus resultierende Taliban-Machtübernahme verantwortlich gemacht.

Die politische Führung habe es verabsäumt, sich den Taliban entgegenzustellen, erklärte Stoltenberg am Dienstag. „Dieses Versagen der afghanischen Führung führte zu der Tragödie, die wir heute erleben.“ Zugleich räumte Stoltenberg ein, dass die Militärallianz auch eigene Fehler bei der Ausbildung afghanischer Streitkräfte offenlegen müsse.

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Über die Art und Weise, wie die afghanischen Truppen in Anbetracht der Offensive der Taliban in sich zusammenfielen, sagte er: „Das war eine Überraschung, die Geschwindigkeit des Kollaps und wir rasch das passierte“. Bei der Nato müssten „Lehren daraus gezogen“ werden.

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Den Äußerungen ging ein Treffen von Nato-Gesandten unter dem Vorsitz Stoltenbergs voraus, bei dem über sicherheitspolitische Auswirkungen des Taliban-Blitzfeldzugs in Afghanistan beraten wurde.

Seit 2003 hatte die Nato die internationale Sicherheitsmission am Hindukusch verantwortet, Kampfeinsätze dann aber 2014 aufgegeben und sich auf die Schulung afghanischer Sicherheitskräfte konzentriert.

RND/AP

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