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An der Grenze zu Afghanistan: Russische Panzer führen Schießübung durch

  • In Tadschikistan, einem Nachbarland Afghanistans, haben russische Panzerbesatzungen eine Militärübung absolviert.
  • Russland hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass sich der Machtwechsel in Afghanistan auch auf seine Sicherheit auswirken könnte.
  • Den US-Einsatz in dem südasiatischen Land kritisierte Russland scharf.
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Duschanbe. Nach dem Abzug der letzten US-Truppen aus Afghanistan haben russische Panzer Schießübungen im Nachbarland Tadschikistan in Zentralasien absolviert.

Die Besatzungen von Kampfpanzern vom Typ T-72 hätten in den Bergen an der Grenze zu Afghanistan am Tag und in der Nacht Schüsse abgefeuert, teilte der zuständige Wehrbezirk der russischen Armee am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge mit. Die Soldaten hätten zudem den Einsatz von Maschinengewehren auf bewegliche Ziele trainiert.

Russland hat in der Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan seine größte Auslandsmilitärbasis. Außenminister Sergej Lawrow warnte einmal mehr, der Machtwechsel in Afghanistan könne sich auf die Sicherheitslage der Verbündeten in Zentralasien auswirken. Davon hänge auch die Sicherheit der südlichen Grenze Russlands ab.

„Das Ergebnis ist null, wenn nicht sogar negativ“

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In der Nacht zu Dienstag hatte das letzte US-Militärflugzeug den Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul verlassen. Russlands Präsident Wladimir Putin warf den USA vor, sie hätten während ihres 20 Jahre dauernden Militäreinsatzes nichts erreicht und nur Tragödien hinterlassen. „Das Ergebnis ist null, wenn nicht sogar negativ.“

Dem russischen Zentrum für die Diaspora Afghanistans zufolge verfügen etwa 1000 Afghanen über Dokumente, um nach Russland einzureisen.

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In der vergangenen Woche hatte das russische Militär mit vier Transportflugzeugen mehr als 500 Menschen verschiedener Länder aus Afghanistan ausgeflogen. Weitere Flüge waren zunächst nicht geplant.

RND/dpa

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