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Afghanistan: Nato warnt Taliban vor Terrorismus-Unterstützung - Putin prüft Streichung von Extremisten-Liste

  • Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die neuen Machthaber in Afghanistan vor der Unterstützung von Terroristen gewarnt.
  • Am Rande der Beratungen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel mahnte er, dass Luftschläge weiter möglich seien.
  • Putin erwägt derweil, die Taliban von der Liste extremistischer Gruppen zu streichen.
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Brüssel. Die Nato hat die neuen Machthaber in Afghanistan vor Rückendeckung für international agierende Terroristen gewarnt. „Alliierte haben die Fähigkeit, aus der Luft gegen terroristische Bedrohungen vorzugehen“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstagabend nach Beratungen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Man habe vereinbart, wachsam zu bleiben, und werde die Taliban dafür verantwortlich machen, wenn sie Zusagen in den Bereichen Terrorismus und Menschenrechte brechen sollten.

In Afghanistan hatten kurze Zeit nach dem Ende der Nato-Militärpräsenz in dem Land die militant-islamistischen Taliban die Macht zurückerobert. Ziel des knapp zwei Jahrzehnte dauernden Einsatzes war es eigentlich gewesen, genau das zu verhindern. Davor hatten die Taliban dem internationalen Terrorismus Unterschlupf geboten. So wurden die Anschläge, die am 11. September 2001 die USA trafen, in Afghanistan vorbereitet.

Taliban in Russland bald nicht mehr als Terrororganisation gelistet?

Russland erwägt derweil eine Streichung der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan von der Liste extremistischer Gruppen. Die Ankündigung von Präsident Wladimir Putin am Donnerstag erfolgte einen Tag nach hochrangigen Gesprächen zwischen der Regierung in Moskau und den Taliban.

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Russland hatte die Islamisten 2003 als Terrororganisation eingestuft. Jedoch wurden Vertreter der Taliban bereits vor ihrer Machtübernahme in Afghanistan im August mehrfach nach Russland eingeladen. In den vergangenen Tagen forderte die russische Regierung internationale Hilfe für Afghanistan. Am Mittwoch fand in Moskau dazu eine internationale Konferenz statt.

RND/dpa/Reuters

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