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“Bahnbrechender Moment”: Nato und EU begrüßen Afghanistan-Friedensgespräche

  • Die radikal-islamistischen Taliban und die afghanische Regierung haben in Katar Friedensgespräche begonnen.
  • Nato und EU heißen die Verhandlungen gut.
  • Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprach von einem “bahnbrechenden Moment”.
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Brüssel/Doha. Nato und Europäische Union haben den Start der afghanischen Friedensgespräche begrüßt. Die Verhandlungen der afghanischen Regierung und der Taliban in Doha seien ein wichtiger Schritt für dauerhaften Frieden und Stabilität in Afghanistan, erklärte der Nordatlantikrat der Nato am Samstag in Brüssel. Das Niveau der Gewalt sei aber immer noch zu hoch. “Wir rufen die Taliban auf, entscheidende Schritte für ein Ende der Gewalt zu unternehmen”, hieß es weiter.

Zum möglichen Abzug der Nato-Truppen erklärte der Nordatlantikrat: "Wir werden weiter über unsere Militärpräsenz beraten und sie, sollten es die Umstände erlauben, anpassen, um diesen von Afghanen verantworteten und von Afghanen geführten Friedensprozess zu unterstützen. Wir sind zusammen nach Afghanistan hineingegangen, wir passen gemeinsam an und, wenn die Bedingungen stimmen, werden wir zusammen rausgehen."

USA wollen Truppen rasch abziehen

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Ein Abkommen der Taliban mit den USA von Ende Februar verpflichtete die Islamisten zur Aufnahme der Friedensverhandlungen mit Kabul. Die Vereinigten Staaten, die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 mit westlichen Verbündeten in Afghanistan einmarschiert waren, um die damalige Taliban-Herrschaft in Kabul zu beenden, wollen ihre Soldaten möglichst rasch abziehen; erst am Donnerstag kündigte US-Präsident Donald Trump einen weiteren Truppenabbau an.

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Afghanische Friedensgespräche in Doha
1:21 min
In Katars Hauptstadt Doha haben am Samstag afghanische Friedensgespräche begonnen.  © Reuters

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nannte den Beginn der Gespräche in Doha einen "bahnbrechenden Moment" und den Anfang eines echten Friedensprozesses. Die Europäische Union fordere die Parteien auf, dies mit einer sofortigen umfassenden und bedingungslosen Waffenruhe zu begleiten. Eine Verringerung der Gewalt sei nicht genug. Der Prozess müsse von Afghanen verantwortet und geführt werden und seit 2001 erreichte Fortschritte erhalten.

RND/dpa

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