Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Bewährungsprobe für den Pannenflieger: Diese Maschinen bringen Menschen aus Afghanistan in Sicherheit

Taschkent: Ein militärisches Transportflugzeug, ein Airbus A400M der deutschen Luftwaffe, steht auf dem Flughafen von Taschkent.

Taschkent: Ein militärisches Transportflugzeug, ein Airbus A400M der deutschen Luftwaffe, steht auf dem Flughafen von Taschkent.

Nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan bringt Deutschland Hunderte Botschafts­mitarbeiter, deutsche Staatsbürger und Ortskräfte mit Rettungsflügen in Sicherheit. Die Lufthansa und die Bundeswehr haben im Auftrag der Bundesregierung seit Montagnacht Luftbrücken aus Kabul nach Frankfurt eingerichtet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Dabei fliegt die Lufthansa die Strecke von Taschkent in Usbekistan aus in die Bundesrepublik, die Luftbrücke aus dem Krisengebiet von Kabul nach Taschkent übernehmen Luftwaffen­maschinen der Bundeswehr.

In der Nacht zu Freitag flogen Militär­flugzeuge erneut Hunderte Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul aus. Zuvor landeten bereits am Donnerstag mehrere Maschinen der Lufthansa am Frankfurter Flughafen.

Mehrere Rettungsflieger im Einsatz

Diese Flieger bringen die geretteten Botschafts­mitarbeiter und afghanische Ortskräfte in Sicherheit:

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von der Lufthansa rotieren im Auftrag der Bundesregierung zwei Maschinen des Typs Airbus 340-300. Die Geretteten erwartet an Bord ein regulärer Service. Der Airbus 340-300 hat insgesamt 279 Sitzplätze, davon 30 Business-Klasse, 28 Premium Economy und 221 Economy.

Lufthansa-Presse­sprecher Martin Leutke erläutert gegenüber dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND), weshalb diese Maschine für die Mission gewählt wurde. „Diese Maschine kann zum einen viele Menschen aufnehmen, zum anderen ist das Langstrecken­flugzeug gut gerüstet für den rund sechs Stunden langen Flug.“

Afghanistan-Evakuierung: Erleichterte Passagiere in Frankfurt

Hunderte weitere Menschen, die in Afghanistan festsaßen, sind über Taschkent nach Deutschland in Sicherheit geflogen worden.

Es biete sich zudem an, Maschinen eines einzigen Typs einzusetzen, weil das die Administration erleichtere. „Der logistische Aufwand im Hintergrund ist nicht ohne. Es mussten Überflugrechte beantragt, Maschinen und Crews aus dem normalen Flugsystem freigestellt werden.“ Diese Umstellung sei jedoch für den regulären Lufthansa-Passagier nicht spürbar.

Für die kommenden Tage sind weitere Flüge aus Taschkent geplant.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Schüsse am Flughafen in Kabul

Bei den Evakuierungs­einsätzen aus dem Krisengebiet in Kabul ist der neue Transporter A400M der Bundeswehr im Einsatz. Fünf Maschinen dieses Typs bilden nach Informationen der „Süddeutsche Zeitung“ eine Luftbrücke zwischen Kabul und der Drehscheibe in Taschkent in Usbekistan. Seit Montagabend sind die Maschinen der Bundeswehr im Einsatz und haben seitdem weit über Tausend Menschen ausgeflogen.

Die Situation am Flughafen in Kabul ist chaotisch und gefährlich. Passagiere berichteten von Schüssen und Toten. Wer einen Flug aus Kabul erreichen will, muss dort an den Taliban vorbei.

Der Rettungseinsatz ist daher auch für die Besatzung und die Piloten der Evakuierungs­flüge riskant. Verteidigungs­ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bezeichnete die Landung der ersten Maschine als „halsbrecherisch“. Die Landebahn sei nicht beleuchtet und nur in Teilen nutzbar gewesen.

Nachdem die Luftwaffe mit der Maschine bei ihrer Anschaffung 2014 anfänglich einige technische Probleme hatte, ist der Einsatz in Afghanistan nun die erste Bewährungsprobe.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/may/ar

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen