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5347 Menschen ausgeflogen: Bundeswehr stolz auf Evakuierungseinsatz in Afghanistan

  • Die Bundeswehr hat mit stolz auf den Evakuierungseinsatz in Afghanistan im August zurückgeblickt.
  • Die Bundeswehr hatte 5347 Menschen mit einer Luftbrücke aus Kabul ausgeflogen.
  • Oberst Christian John berichtete dabei von „chaotischen Verhältnissen“ am Boden.
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Wunstorf. Auf dem Fliegerhorst Wunstorf haben Beteiligte der Evakuierungsmission in Afghanistan auf den gefährlichen Einsatz im August zurückgeblickt. „Ich bin stolz auf das, was das Luftgeschwader geleistet hat“, sagte Oberst Christian John am Mittwoch an dem Standort nahe Hannover. Der 55-Jährige ist Kommodore des Lufttransportgeschwaders 62 (LTG).

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Mit einer eilig eingerichteten Luftbrücke hatte die Bundeswehr 5347 Menschen unter schwierigsten Bedingungen aus Kabul ausgeflogen. Sie wurden vor den militant-islamistischen Taliban in Sicherheit gebracht. „Am Boden waren chaotische Verhältnisse“, sagte John über die Landung der ersten Maschine des Typs Airbus A 400M am Abend des 16. August. Sie habe nur 7 Menschen mitnehmen können, in der Folge seien dann bis zu 1000 Menschen pro Tag ausgeflogen worden.

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Die Schutzbedürftigen - afghanische Ortskräfte, Deutsche und andere Ausländer - wurden zunächst in die usbekische Hauptstadt Taschkent gebracht, von wo aus sie meist mit Lufthansa-Maschinen weiter nach Deutschland fliegen konnten. Der Gesundheitszustand vieler geflüchteter Menschen sei schlecht gewesen, erzählte ein Hauptmann vom Objektschutzregiment der Luftwaffe in Schortens. Kinder seien wegen Wassermangels kollabiert. „Das sind Bilder, die man nie vergessen wird“, sagte ein anderer Soldat.

RND/dpa

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