Treffen mit Taliban: UN-Nothilfekoordinator wegen humanitärer Katastrophe in Kabul

  • Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ist UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths nach Kabul gereist.
  • Dort traf er sich wegen der drohenden humanitären Katastrophe im Land am Sonntag mit der Taliban-Führung.
  • Er erneuerte dabei die internationalen Bedingungen für Hilfsleistungen.
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New York. Angesichts der drohenden humanitären Katastrophe in Afghanistan hat der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Martin Griffiths, die Taliban-Führung in Kabul getroffen. Nach Angaben der UN in New York sprach Griffiths am Sonntag mit dem Taliban-Vizechef Mullah Abdul Ghani Baradar, der nach der Machtübernahme der militanten Islamisten als möglicher künftiger Regierungschef des Landes gehandelt wird.

Griffiths bekräftigte den Willen der internationalen Gemeinschaft, Afghanistan mit Hilfsgütern zu versorgen, wie es hieß. Zugleich habe der UN-Diplomat die Taliban dazu aufgerufen, die Rechte von Frauen und Minderheiten zu achten. Die neue Führung in Kabul wiederum versprach den UN zufolge, die Sicherheit aller humanitären Helfer – Männer wie Frauen – zu gewährleisten.

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Die Vereinten Nationen hatten am Freitag eine hochrangig besetzte Hilfskonferenz für Afghanistan angekündigt. Das Treffen auf Ministerebene soll am 13. September in Genf stattfinden. Fast die Hälfte der 38 Millionen Menschen in Afghanistan benötigt nach UN-Informationen Unterstützung. Jeder dritte Afghane wisse demnach nicht, woher seine nächste Mahlzeit kommen solle.

RND/dpa

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