Afghanistan: AKK denkt über persönliche Konsequenzen nach

  • Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will über über persönliche Konsequenzen aus Fehlern vor der Machtübernahme der Taliban nachdenken.
  • Zuerst müsse aber der Evakuierungseinsatz zu Ende gebracht werden.
  • Sie hatte bereits, wie auch Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD), Fehleinschätzungen der Lage in Afghanistan eingeräumt.
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Berlin. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will nach dem Ende des Evakuierungseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan über persönliche Konsequenzen aus Fehlern vor der Machtübernahme der Taliban nachdenken.

„Wenn diese Mission zu Ende ist, dann werde ich für mich selbst sehr genau überlegen, welche Verantwortung ich getragen habe, welcher Verantwortung ich gerecht geworden bin, wo vielleicht auch nicht - und welche Schlüsse ich persönlich daraus ziehen muss“, sagte sie am Montag bei „Bild TV“.

Sie machte aber deutlich, dass sie sich nun zunächst auf die Evakuierungs-Mission konzentrieren wolle. „Ich bin die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt, und die muss vorne an Bord stehen in dem Moment, wo eine so gefährliche militärische Mission läuft, in die ich die Leute ja auch geschickt habe.“

Bei einem Krisengespräch im Kanzleramt unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntagabend sei es nicht um Personalfragen gegangen. „Es ging genau um die Frage: Wo stehen wir mit der Evakuierung, was machen die politischen Bemühungen.“ Außerdem sei es um die Verlängerung des Evakuierungseinsatzes gegangen.

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Laschet befürwortet Gespräche mit Taliban
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Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet befürwortet diplomatische Gespräche mit den Taliban, um gefährdeten Menschen in Afghanistan zu helfen.  © dpa

Kramp-Karrenbauer hat wie auch Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) Fehleinschätzungen der Lage in Afghanistan eingeräumt. „Noch zu Beginn der letzten Woche hat niemand in der internationalen Gemeinschaft damit gerechnet, dass Kabul bereits am Ende der Woche kampflos fallen würde“, schrieb sie in einem Brief an Abgeordnete des Bundestags, der am Wochenende bekannt wurde. „Unsere Lageeinschätzung war falsch, unsere Annahmen über die Fähigkeiten und die Bereitschaft zum afghanischen Widerstand gegen die Taliban zu optimistisch.“

RND/dpa

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