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  • Afghanistan: 21 tote Zivilisten - Taliban verstecken Sprengsätze am Straßenrand

Mindestens 21 tote Zivilisten: Gewalt in Afghanistan dauert an

  • Die militant-islamistischen Taliban soll in ganz Afghanistan Sprengsätze am Straßenrand versteckt haben, um die Bewegungen der Sicherheitskräfte einzuschränken.
  • Immer wieder detonieren sie aber auch, wenn Zivilisten die Stellen passieren.
  • So wie jetzt in mehreren Provinzen des Landes.
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Kabul. In Afghanistan sind bei mehreren Vorfällen mindestens 21 Zivilisten ums Leben gekommen. Das teilten lokale Behördenvertreter am Donnerstag mit.

Demnach wurden zwölf Mitglieder einer Familie in der Provinz Helmand im Süden des Landes getötet, als ihr Auto auf eine am Straßenrand platzierte Bombe fuhr. Weitere vier Personen seien bei dem Vorfall an der Stadtgrenze zur Provinzhauptstadt Laschkargah verletzt worden.

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In der Provinz Ghor im Westen des Landes wurden bei zwei weiteren Vorfällen mit am Straßenrand platzierten Bomben sechs Menschen getötet. Vier Mitglieder einer Familie fuhren mit ihrem Motorrad am Donnerstag in der Provinzhauptstadt Firus Koh auf einen Sprengsatz. Zwei weitere Zivilisten starben bei einer weiteren derartigen Explosion in der Nacht zu Donnerstag ebenso in Firus Koh.

Drei weitere Menschen erschossen

Die militant-islamistischen Taliban haben im ganzen Land Sprengsätze am Straßenrand versteckt, um die Bewegungen der Sicherheitskräfte einzuschränken. Immer wieder detonieren sie, wenn Zivilisten die Stellen passieren.

Drei weitere Menschen sind Angaben aus dem Büro des Provinzgouverneurs von Ghor zufolge in der Nacht zu Donnerstag von Unbekannten erschossen worden, als sie am Weg in die Nachbarprovinz Herat waren. Regierungsvertreter machten die Taliban verantwortlich.

Zuletzt hatte sich die Zahl der in Afghanistan getöteten Zivilisten ungeachtet laufender Friedensgespräche zwischen den Taliban und der Regierung signifikant erhöht. Die UN-Mission Unama hatte in den ersten drei Monaten einen Anstieg von 29 Prozent bei den zivilen Opfern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dokumentiert.

RND/dpa

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