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AfD-Wahlkampflaster brennt - Polizei schließt politisches Tatmotiv nicht aus

  • In der Nähe von Sonderhausen in Thüringen brennt ein Wahlkampf-Laster der AfD.
  • Die Polizei ermittelt in alle Richtungen - und schließt auch ein politisches Tatmotiv nicht aus.
  • Aber auch ein technischer Defekt sei möglich, hieß es.
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Reinsdorf. Nach dem Brand eines Wahlkampf-Lasters der AfD in der Nähe von Sondershausen schließt die Polizei einen politischen Hintergrund nicht aus. „Die Polizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Diese erstrecken sich derzeit in alle Richtungen“, teilte die Landespolizeiinspektion (LPI) Nordhausen mit. „Ein politisches Tatmotiv kann nicht ausgeschlossen werden.“

Den bisherigen Ermittlungen nach sei aber auch ein technischer Defekt möglich. Die Spurensicherung war am Samstagnachmittag abgeschlossen. Mit weiteren Ergebnissen könne wohl frühestens am Montag zu rechnen sein, sagte eine Sprecherin der LPI.

Menschen wurden bei dem Feuer am Samstagmorgen nicht verletzt. Der Lastwagen sei für den Wahlkampf der AfD genutzt worden und in einem Hof in Reinsdorf (Kyffhäuserkreis) abgestellt gewesen. Der Sachschaden belaufe sich auf mindestens 80.000 Euro.

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Höcke von politischer Tat überzeugt

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke zeigte sich von einer politischen Tat überzeugt: „Die Umstände des Anschlags lassen keine Zweifel daran aufkommen, dass es sich hier um eine politisch motivierte Tat handelte. Nur dem Glück und dem schnellen Einsatz der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind.“ Die AfD setze ihren Wahlkampf wie geplant fort. In Thüringen wird am 27. Oktober ein neuer Landtag gewählt.

Nach Angaben des AfD-Landesverbandes stand der Lkw auf dem Grundstück eines Parteimitgliedes. „Das Fahrzeug befand sich nur wenige Meter vor einem Wohnhaus, die Täter nahmen somit auch die Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf“, hieß es in einer Mitteilung der Partei. Am Lastwagen sei ein Totalschaden entstanden. Die AfD rechnet insgesamt mit einer sechsstelligen Schadenssumme, auf dem Fahrzeug hätten sich Tontechnik und Veranstaltungsmaterialien befunden.

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Erst am Freitag war bekanntgeworden, dass der Grünen-Chef Robert Habeck nach Angaben seiner Partei im Thüringer Landtagswahlkampf eine Morddrohung erhalten hatte. Verdächtigt wird ein 27-Jähriger Nordthüringer, der in einem sozialen Netzwerk zu schweren Straftaten gegen Habeck aufgerufen haben soll. Ende September war zudem eine Morddrohung per Postkarte gegen CDU-Landeschef und -Spitzenkandidat Mike Mohring bekanntgeworden.

RND/dpa

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