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Henstedt-Ulzburg: Anti-AfD-Demonstrantin angefahren - Staatsschutz ermittelt

Am Rande einer Auseinandersetzung zwischen Demonstranten der rechten und linken Szene ist ein Mensch bei einem Verkehrsunfall in Schleswig-Holstein schwer verletzt worden. (Symbolbild)

Henstedt-Ulzburg. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen im Fall einer am Rande einer Anti-AfD-Demonstration in Henstedt-Ulzburg angefahrenen und dabei verletzten Frau übernommen. Es solle überprüft werden, ob das Geschehen am Samstagabend möglicherweise politisch motiviert gewesen sein könnte, sagte Oberstaatsanwalt Hadeler am Montag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell werde ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

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Sollte sich durch Zeugenaussagen und Sachverständige ein Sachverhalt ergeben, wonach die 21 Jahre alte Frau auf dem Bürgersteig absichtlich angefahren worden sein sollte, seien Ermittlungen auch wegen eines versuchten Tötungsdeliktes nicht ausgeschlossen. Die Frau wurde entgegen ersten Polizeiangaben nicht schwer, sondern leicht verletzt. Sie sei ambulant im Krankenhaus behandelt und in der Nacht zum Sonntag entlassen worden. Zudem seien zwei weitere Personen angefahren und dabei leicht verletzt worden.

Am Rande einer Auseinandersetzung zwischen Demonstranten der rechten und linken Szene war die Frau am Samstag von einem Auto angefahren worden. Die Polizei hatte zunächst nur wenige Angaben zu dem Fall gemacht, die betroffene Person aber der linken Szene zugerechnet. Die Interventionistische Linke twitterte am Sonntag: „Linke Aktivist*innen wurden gezielt von einem Nazi-Auto angefahren.“

Am Sonntagabend widersprachen weitere Aktivisten der Darstellung, dass es sich um einen Verkehrsunfall gehandelt habe. Mehrere Männer, die zuvor rechte Aufkleber verklebt und rechte Parolen geäußert haben sollen, seien in einen Wagen gestiegen und der Fahrer habe „abrupt“ beschleunigt und das Auto „gezielt auf eine Gruppe Protestierender auf dem Gehweg“ gelenkt, wie aus einer Mitteilung der Gruppe Aufstehen gegen Rassismus Hamburg hervorgeht.

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Warnschuss der Polizei nötig geworden

Die Polizei hatte am Samstag mitgeteilt, es sei zu „Aggressionsdelikten gegenüber Beteiligten und Polizeibeamten“ gekommen. Ein Warnschuss der Polizei sei nötig geworden. Details dazu nannte die Polizei nicht. Zuvor sei gegen 18.30 Uhr eine Veranstaltung der AfD beendet worden. Gegen diese hatten nach Polizeiangaben - neben einer angemeldeten Demonstration - rund 50 bis 60 Menschen aus der linken Szene spontan demonstriert.

Der Fahrer wurde den früheren Angaben zufolge befragt und wieder entlassen. Weitere Angaben zu dem Fahrer - etwa ob er polizeibekannt war - gab es zunächst nicht.

RND/dpa

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