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Geldgeber für Donbass-Angreifer

Oligarch mit Kontakten zur AfD: US-Regierung geht gegen Malofejew vor

In der Donbass-Region sind viele Häuser zerstört worden.

Washington.Die US-Regierung geht gegen den russischen Oligarchen Konstantin Malofejew vor. US-Justizminister Merrick Garland verkündete am Mittwoch in Washington eine Anklage gegen Malofejew wegen Verstößen gegen zuvor verhängte Sanktionen.

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Malofejew sei in der Vergangenheit als eine der Hauptfinanzierungsquellen für die separatistischen Bewegungen auf der Krim und in der so genannten Volksrepublik Donezk in der Ukraine identifiziert und mit Strafmaßnahmen belegt worden. Nach der Verhängung von US-Sanktionen habe Malofejew dann versucht, diese zu umgehen, indem er über Komplizen Medien in ganz Europa erworben und betrieben habe.

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Garland sagte, außerdem seien Millionen von Dollar von einem Konto bei einem US-Finanzinstitut beschlagnahmt worden, bei denen es sich um Erlöse handele, die auf Malofejews Sanktionsverstöße zurückzuführen seien.

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Die US-Regierung und internationale Partner gehen seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine verschärft mit Strafmaßnahmen gegen Unterstützer der Regierung in Moskau vor. Am Montag hatten Ermittler in Spanien auf Betreiben der USA hin die Luxusjacht „Tango“ des russischen Oligarchen Viktor Wekselberg auf Mallorca beschlagnahmt. Wekselberg, der mit einem Milliardenvermögen zu den reichsten Menschen Russlands gehört, steht schon seit 2018 wegen seiner Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Sanktionsliste der USA.

Die stellvertretende US-Justizministerin Lisa Monaco warnte russische Milliardäre und Kriminelle: „Wir haben ein Auge auf jede Jacht und jeden Jet. Wir haben unsere Augen auf jedes Kunstwerk und jede Immobilie gerichtet, die mit schmutzigem Geld gekauft wurden, und auf jede Bitcoin-Brieftasche, die mit Erträgen aus Diebstahl und anderen Verbrechen gefüllt ist.“

Nach Massaker in Butscha: Selesnkyj wirft UN-Sicherheitsrat Versagen vor

Der ukrainische Präsident sprach über eine Video-Schalte am Dienstag beim UN-Sicherheitsrat. Er forderte einen sofortigen Kriegsverbrecherprozess gegen Moskau.

Garland verkündete auch, Ermittlern sei es gelungen, ein Botnetz zu zerstören, das vom russischen Militärgeheimdienst GRU kontrolliert worden sei. Die russische Regierung habe vor kurzem ein ähnliches Netz genutzt, um ukrainische Ziele anzugreifen. Dieses Botnetz sei nun ausgeschaltet worden, bevor es habe Schaden anrichten können.

Kriminelle kapern mitunter die Computer anderer Nutzer für ihre Zwecke. Ein Netzwerk solcher Rechner wird als Botnetz bezeichnet. Hacker infizieren die Computer mit einem Schadprogramm und können sie dann aus der Ferne steuern.

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Kontakte zur AfD

Wie die „FAZ“ berichtete, soll unter anderem der brandenburgische AfD-Fraktionsvorsitzende auf Einladung von Malofejews Stiftung mit einigen Abgeordneten nach Sankt Petersburg gereist sein. Auf die Frage, welche Partner er in Deutschland sieht, wolle Malofejew lieber von Sympathie sprechen, um nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, er engagiere sich finanziell.

Laut „FAZ“ habe er die AfD genannt und deren „prodeutsches“ Programm gelobt. Besonders Alexander Gauland (AfD) soll es dem Milliardär angetan haben. „Ich glaube, die Auftritte Doktor Gaulands signalisieren, dass Deutschland wieder zu Deutschland wird, so wie Russland unter Putin wieder Russland wird“, sagte Malofejew.

RND/dpa/scs

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