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Außenminister Maas bezeichnet AfD als „geistige Brandstifterin“

  • Vor einem Jahr wurden beim Anschlag von Hanau neun Menschen getötet.
  • Außenminister Maas ruft zum Jahrestag zu einem verstärkten Kampf gegen Rechtsextremismus auf und greift die AfD scharf an.
  • „Die AfD als eine geistige Brandstifterin ist längst ein Fall für den Verfassungsschutz“, sagte er.
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Berlin. Ein Jahr nach dem Anschlag in Hanau hat Außenminister Heiko Maas zu einem verstärkten Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus aufgerufen und die AfD scharf angegriffen.

„Lassen wir die rassistische Hetze nicht unwidersprochen in der Öffentlichkeit und in unseren Parlamenten“, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. „Die AfD als eine geistige Brandstifterin ist längst ein Fall für den Verfassungsschutz, und gleichzeitig müssen wir alles tun, um Rechtspopulisten politisch zu bekämpfen.“

Am Freitag vor einem Jahr hatte der 43-jährige Deutsche Tobias R. neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Orten im hessischen Hanau erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter und schließlich sich selbst tötete. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht. Die Tat hatte Entsetzen in ganz Deutschland ausgelöst.

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Ein Jahr nach Hanau: "Man kann nicht einfach abschließen."
2:57 min
Am 19. Februar 2020 erschoss ein Mann neun Menschen aus "zutiefst rassistischer Gesinnung". Für die Schwester eines Opfers, steht die Aufarbeitung noch aus.  © Reuters

Niemand könne sagen, man habe Hanau nicht kommen sehen, sagte Maas. Seit Jahren würden die Zahlen des Verfassungsschutzes für sich sprechen. Über 33.000 Rechtsextreme lebten in Deutschland, 13.000 davon seien gewaltbereit, Tendenz steigend.

„Warum schrillen bei uns nicht alle Alarmglocken?“, fragte der Außenminister. „Und wie kann es sein, dass die Hinterbliebenen auch heute noch über Respektlosigkeit und bürokratische Kälte klagen, die ihnen von Ämtern und Behörden entgegenschlagen?“

Maas sprach von „tagtäglichem Rassismus in Behörden und Ämtern, in Geschäften, in Schulen, Bussen und Bahnen“, der verbannt werden müsse. „Die von der Bundesregierung beschlossene Studie zu Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in der Polizei ist da allenfalls ein erster Schritt“ sagte er.

RND/dpa

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